Trotz Ukraine-Konflikt: Russland nimmt an 62. Song Contest in Kiew teil

Russland wird am 62. ESC in Kiew teilnehmen.
Russland wird am 62. ESC in Kiew teilnehmen. - © APA/AFP/SERGEI SUPINSKY
Doch kein Boykott: Trotz des Konflikts mit dem Nachbarn Ukraine schickt Russland beim Eurovision Song Contest in Kiew die Sängerin Julia Samoilowa ins Rennen. Die 27-Jährige wird das Lied “Flame is Burning” vortragen.

Die Künstlerin Julia Samoilowa sitzt im Rollstuhl und hat 2014 zur Eröffnung der Paralympischen Winterspiele in Sotschi gesungen. “Julia ist eine eigenständige Sängerin, ein bezauberndes Mädchen, eine erfahrene Teilnehmerin an Wettbewerben”, teilte am Sonntagabend der halbstaatliche russische TV-Sender Perwy Kanal in Moskau mit. Die 27-Jährige habe sich in einer internen Auswahl durchgesetzt.

Boykott? Spekulationen über Russlands Teilnahme am ESC

Zuvor hatte es Spekulationen über Russlands Teilnahme am diesjährigen Musikwettbewerb gegeben. Im Osten der Ukraine herrschen seit Jahren kriegsartige Zustände. Weil Russland die Separatisten unterstützt, stehen sich beide Länder feindlich gegenüber. Der ukrainische Geheimdienst SBU hat viele russische Künstler mit Auftrittsverbot belegt.

2016 hatte der russische Sänger Sergej Lasarew beim ESC in Stockholm den dritten Platz belegt. Für die Ukraine siegte die krimtatarische Sängerin Jamala mit dem Song “1944”, der sich als Kritik an der Unterdrückung ihres Volkes durch Russland verstehen ließ. Das russische Publikum war empört. Die Halbfinale des ESC 2017 finden am 9. und 11. Mai in der ukrainischen Hauptstadt Kiew statt, das Finale am 13. Mai.

>> Mehr Infos zum ESC in Kiew finden Sie in unserem Special

(APA/Red)

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