Trotz 0:1 gegen Schachtar: Rapids positive Erkenntnisse aus der Niederlage

Von David Mayr
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Robert Berič und Rapid geben sich noch nicht geschlagen.
Robert Berič und Rapid geben sich noch nicht geschlagen. - © APA/Hans Punz
Rapid spielte gegen Schachtar Donezk auf Du und Du und hat den Traum von der Champions-League-Gruppenphase noch lange nicht aufgegeben.

Erstmals seit dem 7. April ging die Mannschaft des SK Rapid am Mittwoch nach einem Pflichtspiel als Verlierer vom Platz. Doch konnten die Schützlinge von Trainer Zoran Barišić nach Abpfiff erhobenen Hauptes – und unter dem Beifall von 46.200 Fans – vom Rasen des Ernst-Happel-Stadions abtreten.

Nachdem wir bereits die Gründe für die 0:1-Niederlage im Hinspiel des Champions-League-Playoff gegen Schachtar Donezk behandelt haben, widmet sich VIENNA.AT nun den positiven Erkenntnissen eines Spiels, in dem die Wiener einem auf internationalem Topniveau erprobten Gegner Paroli boten.

Was Schachtar besser machte? “Nicht so viel”

“Wir haben gesehen, dass wir auch gegen Schachtar mitspielen können”, brachte Stürmer Robert Berič das Fazit nach 90 Minuten gegen den ukrainischen Vizemeister auf den Punkt. Was dieser besser gemacht hatte als Rapid, um als knapper Sieger vom Platz zu gehen, wollten wir wissen. “Ich glaube nicht so viel. Sie haben das Tor aus diesem Konter nach unserem Eckball erzielt, aber sonst hatten sie nicht viele Chancen.”

Rapid Wien präsentierte sich gegen Schachtar von Anfang an besser in der Partie, als dies zu Beginn des Heimspiels gegen Ajax Amsterdam der Fall gewesen war. Die Grün-Weißen zeigten kaum Nervosität und versuchten, den Ball im Aufbau ruhig zirkulieren zu lassen. Bis zum Gegentor durch Schachtar-Flügelzangler Marlos hatte man die besseren Chancen gehabt.

Highlights und Stimmen vom dramatischen Playoff-Hinspiel der UEFA Champions League gibt es beim ORF unter…

Posted by SK Rapid Wien on Mittwoch, 19. August 2015

“Phasenweise war es auch für uns überraschend, dass wir so mithalten konnten, aber wir wussten auch, dass wir gut sind”, sollte Kapitän Steffen Hofmann später in der Mixed Zone des Prater-Ovals zu Protokoll geben. “Es war wichtig zu sehen, dass wir mit so einer Klassemannschaft auf diesem hohen Niveau mithalten konnten”, sagte auch Barišić.

“Wir sind noch lange nicht weg”

Daher sieht man auch die Chancen für das Auswärtsspiel nächsten Dienstag (20:45 Uhr MESZ, live auf ORF eins und Sky) nach wie vor als intakt an. “Sie sind jetzt nicht gestiegen, aber ähnlich wie in Amsterdam“, befand Hofmann. Ähnlich sieht Barišić die Ausgangsposition: “Es ist jetzt nicht viel anders, als hätten wir 1:1 gespielt. Das hätte optisch zwar besser ausgesehen, aber wir sind noch lange nicht weg.”

Gespielt wird kommende Woche aufgrund des Konflikts in der Ostukraine nicht in Donezk, sondern im über 1.000 Kilometer westlich gelegenen Lemberg, nahe der polnischen Grenze. Sicher kein Nachteil für Rapid. Was sonst noch nötig ist, um den großen Traum von der Champions League Realität werden zu lassen? “Eine Chancenverwertung, wie wir sie in Amsterdam hatten”, hofft Hofmann. Und Berič sagte: “Mit ein bisschen Glück kann nächste Woche alles passieren.”

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