Trickdiebe schlugen bei 93-Jähriger in Wien-Währing zu

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Zwei Trickdiebe haben am Donnerstag bei einer 93-jährigen Frau in Wien-Währing zugeschlagen. Die beiden Männer kamen als Rauchfangkehrer und Polizist verkleidet in die Wohnung der alten Dame in der Hildebrandgasse. Der angebliche Beamte warnte sie laut Polizeisprecherin Irina Steirer davor, dass es in der Nachbarschaft zahlreiche Einbrüche gebe.

Sie solle ihm zeigen, wo sie ihre Wertgegenstände aufbewahre, gab der Trickdieb vor. Die 93-Jährige tat wie ihr geheißen. Die Täter räumten ihre Wertsachen aus, am Ende fehlten dem Vernehmen nach Gegenstände in einem höheren fünfstelligen Bereich.

Die Polizei empfahl aus diesem Anlass, nie fremde Personen ins Haus oder in die Wohnung zu lassen. Rauchfangkehrer, Ableser für Gas, Strom und Heizung kündigen sich schriftlich an. Auch von Polizisten in Uniform sollte man sich einen Dienstausweis zeigen lassen. Darüber hinaus sollte man erst nach einem Blick in den Türspion entscheiden, wer ins Haus darf. Auch den Türöffner sollte man nicht ohne Rückfrage betätigen. Weiters ist ein entschiedenes Auftreten wichtig – ein Nein, ein Wegweisen oder ein Hilfeschrei können helfen. Im Zweifelsfall soll man besser die Polizei verständigen.

Auch im Burgenland erleichterten vermeintliche Handwerker im Bezirk Neusiedl am See eine 73-jährige Frau um einen fünfstelligen Eurobetrag. Wie die Landespolizeidirektion Burgenland am Freitag mitteilte, hatte sich der Vorfall bereits vergangenen Dienstag ereignet. Die drei Männer hatten von der Pensionistin für Arbeiten am Zaun 13.000 Euro statt der ausgemachten 300 Euro gefordert.

Die 73-Jährige war von den Männern auf offener Straße angesprochen worden. Diese hatten ihr für das Schleifen und Streichen des Zauns zunächst einen Preis von 300 Euro zugesagt. Obwohl die Arbeit nur minderwertig erledigt worden war, forderten die Männer plötzlich 960 Euro. Als die Pensionistin in einem Raum im Keller das Geld aus einem Kuvert zählte, wollte einer der Männer plötzlich 9.600 Euro. Ein zweiter Mann forderte sogar 13.000 Euro.

Die Frau war von den vermeintlichen Handwerkern so eingeschüchtert, dass sie ihnen schließlich einen fünfstelligen Betrag aushändigte. Die Betrüger gaben ihr daraufhin einen Zettel mit einer erfundenen Firmenadresse in Wien. Die Pensionistin wandte sich erst nach zwei Tagen an die Polizei.

Die Exekutive warnt nun vor dieser Betrugsmasche und ersuchte weitere Opfer, sich zu melden. Beim Fahrzeug der Männer handelte es sich um einen rot lackierten Kastenwagen älteren Baujahrs mit ausländischem Kennzeichen. Zum Tatzeitpunkt waren am Dachträger Holzlatten befestigt. Die Betrüger stammen laut Polizei vermutlich aus Osteuropa.

(APA)

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