Triathletin Perterer träumt von Rio-Medaille

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“Olympiamedaille 2016”, so lautet eines der Ziele von Triathletin Lisa Perterer auf ihrer Internetseite. Dank mehrerer Podestplätze im Weltcup und Top-Ten-WM-Ergebnissen in der seit Mai 2014 laufenden Qualifikationsphase scheint diese ambitionierte Vorgabe für die auch stark in das Olympiajahr gestartete Kärntnerin im Bereich des Möglichen.


“Das ist ein Traum von mir, es wäre möglich. Je nach Rennverlauf glaube ich, dass ich das drauf habe. Läuferisch gehöre ich zu den fünf bis zehn, die eine Medaille holen können”, bekräftigte Perterer 100 Tage vor Beginn der Sommerspiele in Rio de Janeiro im Gespräch mit der APA. In der erweiterten Weltspitze hat sich die 24-Jährige mittlerweile tatsächlich festgesetzt. Vor allem in der Schlussdisziplin Laufen gehört sie zu den Allerbesten, was sie unlängst auch in der WM-Serie mit der drittbesten Zeit bewiesen hat.

Aufholbedarf ortet die Villacherin hauptsächlich noch in der ersten Disziplin. “Im Schwimmen ist noch mehr drinnen. Im Training passt auch das schon gut, aber im Wettkampf nicht immer. Das ist aber vielleicht auch eine mentale Geschichte”, sagte Perterer über die oftmals hektische und hart umkämpfte Wasserstrecke. Auch im Radfahren sieht sie sich auf einem guten Weg, um am hügeligen Olympiaparcours mit schwierigen Abfahrten bestehen zu können. Ähnliche Profile seien zuletzt auch verstärkt ins Training eingebaut worden.

Das passiert seit kurzem unter der Anleitung ihrer als Schwimm- und Triathlontrainerin arbeitenden Mutter, denn Perterer gehört neuerdings nicht mehr der internationalen Trainingsgruppe des Kanadiers Joel Filliol an. “Es hat aus persönlichen Gründen nicht mehr funktioniert”, erklärte Perterer. Über die genauen Gründe der Trennung hielt sie sich bedeckt. Bis Olympia begibt sie sich deshalb wieder unter die Fittiche ihrer Mutter Manuela Freidl, die sie auch schon in ihrer Jugend betreut hat.

Dieser Wechsel auf der Zielgeraden der Vorbereitung auf die Sommerspiele stelle kein Problem dar, versicherte Perterer. Sie werde an der bisherigen Trainingssystematik festhalten und auf Altbewährtes setzen. “Ich habe ja schon ein paar Trainer gehabt und weiß, was ich brauche. Ich werde so weitertrainieren, wie in den letzten ein, zwei Jahren, das hat ja gut funktioniert.” Eine sicher positive Auswirkung des Weggangs aus der Trainingsgemeinschaft mit mehreren Topathletinnen seien die nun häufigeren Heimataufenthalte, ergänzte Perterer.

Ein ursprünglich von Filliol geplantes Höhentrainingslager vor Rio lässt sie ausfallen. Sie habe im Vorjahr festgestellt, dass ihr das nicht wie gewünscht zugutekomme. Die Absage des Heim-Weltcups im Juni in Kitzbühel durch den ÖTRV bedauert sie zwar, aufgrund des Trainingsaufbaus wäre dieser Wettkampf aber ohnehin nicht wirklich ideal gewesen.

Der gelungene Start in die Saison, darunter Rang neun beim WM-Rennen in Australien und Platz drei im Weltcup in China sei jedenfalls ermutigend. “Damit bin ich richtig zufrieden”, betonte Perterer, die nach Verletzungen (Knochenödem in der Hüfte, Mittelfußknochenbruch) in der vergangenen Saison wieder beschwerdefrei ist.

Nach guter Saisonvorbereitung sei sie nun wieder bei alter Stärke. Nun soll aber auch noch an einer Steigerung gearbeitet werden. “Ich habe ja erst drei Jahre wirklich professionell trainiert. Mit Mitte 20 kann man sich schon noch steigern, die Intensität und der Umfang werden jedes Jahr höher.”

Ins Wettkampfgeschehen kehrt Perterer in eineinhalb Wochen beim Weltcup in Cagliari zurück. Anders als viele noch um die Olympia-Qualifikation kämpfende Konkurrentinnen, kann sie diesen Wettkampf und auch das darauffolgende WM-Rennen in Yokohama recht locker in Angriff nehmen. “Ich bestreite die Rennen eher aus dem Training heraus. Es ist alles auf Rio ausgerichtet, der Fokus ist total auf Olympia gelegt. Das ist der Tag, an dem man topfit sein muss, darauf arbeite ich hin”, betonte Perterer.

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