Traiskirchen: Ermittlungen gegen Pfarrer wegen Missbrauchs dauern an

Nach Missbrauchsvorwürfen gegen einen Pfarrer aus Traiskirchen dauern die Ermittlungen an.
Nach Missbrauchsvorwürfen gegen einen Pfarrer aus Traiskirchen dauern die Ermittlungen an. - © dpa (Symbolbild)
Vor knapp zwei Wochen wurde ein schwerer Missbrauchsvorwurf in der Pfarre Traiskirchen gemeldet und angezeigt. Derzeit wartet die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt auf den Abschlussbericht der Polizei. Die Erhebungen gehen in Richtung geschlechtliche Nötigung, beharrliche Verfolgung und mehrfache Körperverletzung.

Die Erzdiözese Wien hatte vor knapp zwei Wochen von dem Verdacht gegen den Pater des Stiftes Melk berichtet. Die Eltern eines Jugendlichen hätten einige Tage zuvor einen “schweren Missbrauchsvorwurf” in der Pfarre Traiskirchen gemeldet und bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Der Geistliche bestreite den Vorwurf, hieß es weiter. Er wurde dienstfrei gestellt.

Pfarrer ist nicht mehr im Stift Melk

Der Staatsanwaltschaft sei nicht bekannt, dass sich der Beschuldigte derzeit nicht in Österreich aufhalten soll – die Tageszeitung “Österreich” hatte am Wochenende berichtet, der Pfarrer habe sich in ein Kloster in Bayern geflüchtet. “Es stimmt, der Pfarrer von Traiskirchen ist nicht mehr bei uns im Stift Melk”, zitierte die Badener Lokalausgabe der Niederösterreichische Nachrichten am Montag Pater Jeremia, Pressesprecher des Klosters. Aus Sicht des Stiftes sei eine Rückkehr ins Amt nicht vorstellbar, berichtete der ORF Niederösterreich. (APA)

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