Traditionelle Räuchermedizin: Von der Heilkraft heimischer Kräuter und Harze

Von Verena Kaufmann-Plank
Beim Räuchern gilt es, das gesamte Wesen der Pflanzen oder der Harze wirken zu lassen.
Beim Räuchern gilt es, das gesamte Wesen der Pflanzen oder der Harze wirken zu lassen. - © pixabay.com/Kneipp Verlag Wien-Florian Zwickl
Räucherrituale waren lange Zeit fixer Bestandteil unserer Gesellschaft. Vor allem wenn die Tage kürzer werden, kann die aufhellende und entspannende Wirkung von Verräuchertem und Düften zum Wohlbefinden beitragen. Die Natur bietet dazu eine Vielzahl an heilenden Kräutern und Harzen und auch Tiere können davon profitieren.

Das Räuchern zählte im heimischen Kulturkreis bis in die sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts zum fixen Bestandteil in der Medizin und Volksheilkunde. Beispielsweise wurde Fichtenharz (“Burgunderharz”) oder Tannenharz (“Strassburger Terpentin”) in Apotheken zu Heilzwecken angeboten. Dem Autor Fritz Kaindlstorfer war es nicht nur deswegen ein Anliegen, dem Räuchern zur Erhaltung und Wiedergewinnung von Gesundheit und Wohlergehen erneut Aufmerksamkeit zu schenken.

Räuchern als natürliche Heilmethode wiederentdecken

In seinem Buch “Traditionelle Räuchermedizin” lädt er den Leser dazu ein, zu den Quellen der Natur zurückzukehren und heilende Kräuter sowie Harze in allen Lebenslagen einzusetzen. Egal ob es um die Aufhellung der Stimmung, die Klärung der Gedanken, Entspannung, Raumreinigung oder die Beduftung eines Zimmers geht – Räucherwerk kann in vielen Situationen wohltuend sein.

Beim Räuchern gilt es, das gesamte Wesen der Pflanzen oder der Harze wirken zu lassen. Für diesen Vorgang wird das Feuer zur Transformation benützt. In der feinstofflichen Form des Rauchs entfaltet sich anschließend die Wirkung ungehindert und verbreitet sich. Wer das Räuchern behutsam, in Absprache mit einem Arzt und therapiebegleitend einsetzt, kann laut dem Autor mit dieser natürlichen Heilmethode Erfolge erzielen. Auch Tiere können davon profitieren, so sollen beispielsweise Kamille nervöse Hunde und eifersüchtige Katzen beruhigen.

Traditionelle Räuchermedizin: Wissenswertes über Harze und Kräuter

Auf über 120 Seiten erfährt der Leser Wissenwertes über die Traditionelle Europäische Medizin, den Geruchssinn und die Geschichte des Räucherns. Zusätzlich dazu stellt der Autor diverse Räuchertraditionen im Jahreskreis samt persönlichen Empfehlungen vor. Ein ganzes Kapitel wird außerdem den zahlreichen gängigen Räucherpflanzen gewidmet, wobei ihre jeweilige Wirkung und traditionelle Nutzung näher erklärt wird.

Falls Räucheranwendungen zur Linderung von Schmerzen und Beschwerden gedacht sind, kann der Leser am Ende des Buches ein kleines Lexikon über die häufigsten Räucherrezepturen nutzen. In alphabetischer Reihenfolge wird auf Krankheiten von A wie Arthritis bis W wie Wirbelsäulenbeschwerden eingegangen.

Für alle, die Interesse an der natürlichen Heilmethode des Räucherns haben: Das Buch “Traditionelle Räuchermedizin” ist in allen Buchhandlungen und versandkostenfrei auf www.styriabooks.at erhältlich.

Buchtipp:

Traditionelle Räuchermedizin. Die Heilkraft der heimischen Kräuter & Harze.

Verlag: Kneipp Verlag Wien

Autor: Friedrich Kaindlstorfer

ISBN: 978-3-7088-0722-5

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