Trackshittaz lösen sich auf – 16 Minuten Abschiedsvideo für Fans

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Nach fünf Jahren Bandgeschichte voller Höhen und Tiefen löst sich das oberösterreichische Rap-Duo “Trackshittaz” auf. In einem fast 16-minütigen Rap-Video blickt das Mühlviertler Hip-Hop-Duo auf seine polarisierende Karriere zurück und verabschiedet sich von seinen Fans.

Die Entscheidung habe wehgetan, sei aber notwendig gewesen, so Lukas Plöchl und Manuel Hoffelner unisono im Song “#TS15”.

Die Karriere der Trackshittaz

2010 taten sich die Jugendfreunde als Trackshittaz zusammen und sorgten zunächst mit ihrer Persiflage des belgischen Hits “Alors on danse” unter dem Titel “Alloa bam Fraunz” für Aufhorchen – der Urhymne des von ihnen begründeten “Traktorgängstapartyraps” und mit weit über einer Million Klicks auf Youtube äußerst erfolgreich. Plöchls Soloteilnahme an der ORF-Castingshow “Helden von Morgen”, die für ihn mit Platz 2 endete, brachte dem Duo erhöhte Aufmerksamkeit und einen Plattenvertrag bei Sony Music ein. Das Debütalbum “Oidaah pumpn muas’s” erschien 2011 und erreichte Platinstatus.

Im selben Jahr traten Plöchl (aka G-Neila) und Hoffelner (aka Manix) mit “Oida taunz!”, das auf Platz 1 der österreichischen Charts schoss, bei der österreichischen Ausscheidung zum Song Contest an, mussten sich aber Nadine Beiler geschlagen geben. Mit “Woki mit deim Popo” lösten sie im zweiten Anlauf dann das heimische ESC-Ticket, belegten im Semifinale in Baku 2012 aber den letzten Platz.

Abschiedsvideo von den Trackshittaz

Mit Häme waren sie aber bereits vor der ESC-Niederlage konfrontiert: Im Abschiedsvideo, in dem sich Plöchl und Hoffelner in Interviewsituationen rappend inszenieren, ist von Spott und Empörung über “Woki mit deim Popo” die Rede, habe man ihnen doch Frauenfeindlichkeit und später auch Plagiat vorgeworfen. “Glaub mir, irgendwann reicht’s dann, da wirst rabiat”, fasst Hoffelner zusammen, und rechnet gemeinsam mit Plöchl mit Medien, Kritikern und sich abwendenden Wegbegleitern ab.

“Wir sind so schnell oben gewesen und dann schnell gefallen, dann wieder aufgestiegen ins Weltall, dann wieder gefallen”, rappt Plöchl, und ergänzt: “Es ist überall ein Auf und Ab, das ist schon klar, nur irgendwann hast das zamm’raufen satt.” Der Einsatz habe Kraft gekostet, sie seien müde – und die intensive Zeit zu zweit sei auch zu viel für die “zwei grundverschiedenen Menschen” gewesen. Man gehe zwar im Guten auseinander, wie Plöchl betont. “Aber jetzt heißt’s Schlussstrich, Ende Gelände, aus der Traum.” Und: “Das waren meine letzten Trackshittaz-Zeilen.”

(APA)

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