Toter Carabiniere im Konsulat

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Im italienischen Konsulat in Wien-Landstraße wurde Freitag früh ein Mann tot aufgefunden – es handelt sich offenbar um einen Carabinieri – die Polizei ermittelt.

Die Leiche eines als Sicherheitsbeamten arbeitenden Carabinieri ist am Freitag Vormittag im italienischen Konsulat in der Ungargasse 43 in Wien-Landstraße aufgefunden worden. Neben dem Toten lagen laut Polizei eine Schusswaffe und Munition. Ein Unfall beim Putzen der Waffe ist nach aktuellem Ermittlungsstand der wahrscheinlichste Grund für den Tod des Carabiniere, wie ORF on berichtet.

Für einen Mord oder Selbstmord gibt es bisher keine Hinweise, sagte Polizeisprecherin Doris Edelbacher. Ein Abschiedsbrief oder sonstige Indizien für einen Selbstmord wurden nicht gefunden. Zudem ist laut Edelbacher auch niemand gewaltsam in das Gebäude eingedrungen. Auch die diplomatische Vertretung geht von einem Unglück aus. Es handle sich um keinen Terrorakt und um kein Fremdverschulden, sagte Botschaftsrat Christian Cottafavi zur APA: „Es war wahrscheinlich ein Unfall.“ Mit den Ermittlungen sei jetzt die österreichische Polizei beschäftigt.

Der tote Sicherheitsbeamte ist gegen 8.00 Uhr entdeckt worden. Er dürfte laut Notarzt zu diesem Zeitpunkt bereits seit sieben bis acht Stunden nicht mehr gelebt haben.

Die Wiener Polizei konnte zunächst nicht direkt an den Ort des Geschehens, weil es sich bei dem Konsulargelände um extraterritoriales Gebiet handelt. Gegen 9.00 Uhr stimmte der herbeigeeilte italienische Botschafter Raffaele Berlenghi einer Durchsuchung des Hauses durch die Polizei gemeinsam mit den italienischen Sicherheitskräften zu.

Leiche wird noch heute obduziert

Die Leiche des Carabiniere soll nach Polizeiangaben noch am Freitag von der Wiener Gerichtsmedizin obduziert werden. Vorerst lag der Tote aber weiterhin an seinem Auffindungsort in der Ungargasse 43. Am Vormittag hatte die gemeinsame Durchsuchung der Räumlichkeiten des italienischen Konsulates durch die Wiener Polizei und die Sicherheitskräfte der italienischen Vertretung begonnen.

Durch den Polizeieinsatz – u.a. war die Alarmabteilung ausgerückt – war der Verkehr auf der Ungargasse behindert. Die Straßenbahnlinie 0 musste zwischen Landstraßer Gürtel/Fasangasse und Praterstern vorübergehend den Betrieb einstellen. Nach 9.00 Uhr verkehrten die Züge wieder.

Redaktion: Elisabeth Skoda

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