Toter am Gürtel: Polizei hat Verdächtigen ausgeforscht

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In diesem Lokal nahm die Auseinandersetzung ihren Lauf.
In diesem Lokal nahm die Auseinandersetzung ihren Lauf. - © APA
Nachdem in der Nacht auf Sonntag ein 21-jähriger Iraker am Gürtel durch Stichverletzungen ums Leben kam kann die Wiener Polizei entscheidende Fortschritte bei den Ermittlungen vermelden.

Die Polizei hat die Identität eines Mannes ermittelt, der Sonntagfrüh in Wien-Ottakring einen 21-jährigen Iraker durch Messerstiche tödlich verletzt haben soll. Bei einer Hausdurchsuchung an seiner Meldeadresse in Rudolfsheim-Fünfhaus wurde der 33 Jahre alte Syrer nicht angetroffen, die Fahndung läuft.

Mehrere weitere an dem Raufhandel Beteiligte sind ausgeforscht und mittlerweile auch vernommen worden. “Sie wurden angezeigt”, sagte Polizeisprecher Thomas Kleiblinger am Montag der APA. Nach anderen Involvierten werde noch gefahndet.

Mann am Lerchenfelder Gürtel erstochen

Bei der gewalttätigen Auseinandersetzung vor einem Lokal am Lerchenfelder Gürtel war am Sonntag gegen 6:00 Uhr ein junger Mann durch Messerstiche tödlich verletzt worden. Der 21-jährige Iraker starb trotz einer Notoperation rund eine Stunde nach seiner Einlieferung ins Spital. Er war mit Freunden in der Gaststätte gewesen, wo sie nach Auskunft der beiden Begleiter Alkohol getrunken hatten. Der 21-Jährige sei mit dem Lokalbesitzer in Streit geraten. Andere Gäste hätten sich eingemischt, worauf sich die Auseinandersetzung vor das Lokal verlagerte.

Bei der folgenden Prügelei wurden sie alle drei mit Fäusten, Fußtritten und sogar Schlägen mit Gürteln traktiert, sagten die beiden Freunde des Opfers aus. Die Rede war von sieben bis zehn Angreifern. Der 33-Jährige soll dem 21-Jährigen schließlich ein Messer in den Rücken gerammt haben.

Laut den bisherigen Ermittlungsergebnissen ist der Streit “aus einer Nichtigkeit heraus” entstanden, sagte der Polizeisprecher. “Es hat sich wohl an einer Kleinigkeit entzündet, a la ‘Wie redest du mit mir?’ Ein ethnischer Konflikt lag hier offenbar nicht zugrunde.”

(APA, Red.)

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