Tod nach Drogenparty in Donaustadt: Drei mutmaßliche Dealer gefasst

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Bei der Drogenparty wurden diese Substanzen sichergestellt
Bei der Drogenparty wurden diese Substanzen sichergestellt - © LPD Wien
Ende April 2015 verstarb ein 35-jähriger Mann in Wien-Donaustadt an einer Überdosis Liquid Ecstasy. Er hatte die Droge im Zuge einer “Drogenparty” konsumiert. Nun gelangen drei Festnahmen mutmaßlicher Dealer.

Eine Drogenparty zweier Männer hat für einen 35-Jährigen in Wien-Donaustadt tödlich geendet. Der Mann starb bereits Ende April an einer Überdosis Liquid Ecstasy. Der 33-Jährige hatte die Droge am 27. April 2015 in einer Wohnung in der Saikogasse in Donaustadt gemeinsam mit einem Mix aus verschiedenen anderen Substanzen konsumiert. Die Polizei hat nun drei Dealer, darunter auch einen 32 Jahre alten Mann, der gemeinsam mit dem 35-Jährigen Drogen konsumiert hatte, festgenommen. Bei Hausdurchsuchungen wurden zahlreiche Suchtmittel sichergestellt.

Liquid Ecstasy führte zum Tod

Die beiden Männer hatten in den frühen Abendstunden am 27. April in der Wohnung des 35-Jährigen Liquid Ecstasy und einen Mix aus verschiedenen anderen Substanzen konsumiert. Die Freundin des Verstorbenen fand die Leiche am darauffolgenden Tag. Sie machte ein Foto des Toten und ging damit zur Polizei, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Die Ermittler forschten in weiterer Folge die Drogenlieferanten aus. Ein 36 Jahre alter Mann soll die Hauptquelle des Liquid Ecstasy gewesen sein. Er überließ das Suchtgift einer 26-jährigen Frau, diese gab es wiederum an den 32-Jährigen weiter. In der Wohnung des 36-Jährigen wurde bei einer Hausdurchsuchung insgesamt 750 Milliliter Liquid Ecstasy, 17 Ecstasy-Tabletten, 25 Gramm Crystal Meth sowie 96 Gramm psychoaktive Substanzen sichergestellt. Auch die junge Frau hatte Drogen in ihrer Wohnung, bei ihr wurden 80 Milliliter Liquid Ecstasy und eine geringe Menge Crystal Meth konfisziert.

Festnahmen nach Tod bei “Drogenparty” in Donaustadt

Nach Angaben der Polizei wird gegen alle drei Beschuldigten wegen Handels mit Suchtgift ermittelt. Der 32-Jährige muss sich darüber hinaus wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen vor Gericht verantworten. Er ist teilgeständig, sagte Eidenberger. Alle drei Verdächtigen sitzen in Haft.

(apa/red)

 

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