Tiroler Klangspuren Schwaz im Zeichen von “Stimmungen”

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Die 22. Ausgabe der Klangspuren Schwaz, des Tiroler Festivals für neue Musik, steht von 10. bis 27. September unter dem Motto “Stimmungen”. Alternative Tonsysteme und Harmoniken, “Just Intonation”, seltsame Tonleitern, Skordaturen, also Umstimmungen von Instrumenten, Mikrointervalle, magische Schwebungen, unorthodoxe Spieltechniken und spezielle Musikinstrumente stünden im Mittelpunkt.


Sie würden “unerhörte Atmosphären” schaffen, teilte der Veranstalter am Dienstag mit. Für einige Ohren möge manches Konzert bei den heurigen Klangspuren merkwürdig “schräg”, vielleicht gar “falsch” klingen, obwohl oder gerade weil es in “rechter” Stimmung erklinge, nämlich auf der Naturtonreihe basierend.

Mit Beat Furrer als “Composer in Residence” präsentiere sich etwa eine der bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation, dessen Spezialität eine ungeheuer feine, facettenreiche “Tonsprache” sei. Die diesmal zweitägige musikalische Pilgerwanderung führe wiederum buchstäblich “ans Ende der Tiroler Welt und auf den Höhepunkt”. In Stanz bei Landeck beginnend, erreicht der alte Weg am Zielort St. Christoph auf 1.800 Metern Höhe einen der höchsten Punkte aller Jakobswege.

Mit dem Ensemble Musikfabrik wartet unterdessen ein weiteres Highlight auf die Besucher. Dieses präsentiert in “pitch 43_ tuning the cosmos” die Welt des Harry Partch mit ihrer eigenwilligen Harmonik und dem einzigartigen exotischen “Instrumentenzoo”, den der Außenseiter und Pionier der amerikanischen Avantgarde erfunden hat – verbunden mit neuen Werken, die für diese Instrumente geschrieben werden.

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