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Tierschutz: Richtiges Verhalten nach Pkw-Unfällen mit Tieren

Nachdem der Dachs angefahren wurde, ließ man das Tier einfach liegen. Nachdem der Dachs angefahren wurde, ließ man das Tier einfach liegen. - © ÖTV
Nach erneuten Fällen von so genannter Fahrerflucht nach Pkw-Unfällen mit Tieren versucht der Österreichische Tierschutzverein aufzuklären, wie in so einem Fall richtig zu handeln ist.

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Autofahrer beobachteten am Donnerstag auf einer Straße zwischen Thalgau (Flachgau) und Mondsee (Bez. Vöcklabruck), wie ein Pkw einen Dachs anfuhr. Der Lenker des Unfallwagens machte sich eiligst davon und ließ das verletzte Tier einfach auf der Fahrbahn liegen. Die Tierfreunde hielten sofort an, um dem Tier zu helfen, das sich mit letzter Kraft in ein Maisfeld schleppte. Als sie sahen, dass es sich um einen Dachs handelt, riefen sie einen Tierarzt um Hilfe. Dieser wollte aber den Jäger verständigen, weshalb sie ihm nicht mitteilten, wo der Unfall passiert war.

„Sie riefen danach bei Tierärztin Sabina Lukas aus Thalgau an, die mit dem Österreichischen Tierschutzverein eng kooperiert und sofort die Nummer der Tierrettung durchgab. Ein Tierretter fuhr sofort zum Unfallort und barg den Dachs, er wurde umgehend zur Tierärztin gebracht. Das Tier befindet sich in einem sehr kritischen Zustand und konnte bisher leider nur schockbehandelt werden. Wir hoffen nun, dass er mit viel Ruhe doch überlebt und wir ihn bald wieder in die Freiheit entlassen können“, erläutert Janina Koster vom Österreichischen Tierschutzverein.

Zuerst Hupen und Abblenden

Generell empfiehlt sich, sofern möglich, mit Fernlicht zu fahren. Die Augen der Tiere strahlen vielfach zurück: je früher man sie bemerkt, desto höher ist die Chance, einen Unfall zu vermeiden. Wenn ein Tier auftaucht: abblenden und (wiederholt) hupen. Die LenkerInnen werden gebeten – trotz der herrschenden Rechtslage – immer rechts ran zu fahren, wenn ein Unfall mit einem Tier passiert ist. Nach einem für alle Verkehrsteilnehmer sicheren Anhalten sollte man nachsehen, was passiert ist. „Verletzten Tieren ist bitte bestmöglich Hilfe zu leisten bzw. professionelle Hilfe zu rufen. Hilfeleistung sollte nicht beim Menschen aufhören! Wenn möglich sollte man das Tier von der Fahrbahn wegbringen (Handschuhe tragen bzgl. Verletzungen/Infektionen etc.). Weiters ist darauf zu achten, dass man nicht selbst verletzt wird, z.B. durch einen Biss eines verletzten Tieres, das unter Schock steht und sich verteidigen will“, so Koster abschließend.

Tierschutz an 365 Tagen im Jahr

Die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins ist zu jeder Tages- und Nachtzeit unermüdlich im Einsatz, bei jedem Wetter, an 365 Tagen im Jahr. Die höchst engagierten und einfühlsamen MitarbeiterInnen stellen ganzjährig ihre persönlichen Interessen hintan, wenn es darum geht, Tieren in Not zu Hilfe zu eilen. Wenn möglich werden die Tiere nach notwendiger Behandlung und Pflege wieder ausgewildert bzw. an ein neues, liebevolles Zuhause vermittelt. In jedem Fall sind die Rettungsteams darum bemüht, Tierleid in jeglicher Form zu mildern bzw. abzustellen. Davon profitieren Wild- und Haustiere – egal welcher Art und Größe – tagtäglich.

So erreichen Sie die Tierrettung des Österreichischen Tierschutzvereins: 0664-2210717!

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