Tierschutz-Protest Aktion

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Ungewöhnliche Prozession vor Steffl: Aktivisten der Tierschutzorganisation PETA demonstrieren dort gegen die Tötung von Tieren. Sie trugen Tiermasken, waren kaum bekleidet, mit Kunstblut beschmiert – und schleppten große Holzkreuze mit sich herum.

Am Freitag sorgte sie vor allem für Staunen bei Touristen, die sich um die Aktivisten scharten. Die meisten Wien-Gäste schienen durchaus froh über dieses exotische Motiv zu sein und zückten umgehend Fotoapparate bzw. Kameras. Die anwesenden Polizisten hielten sich eher im Hintergrund.

Erst als die Darsteller auf die Kreuze gelegt wurden, erfolgte von Seiten der Exekutive der Hinweis, dass dies nicht erlaubt sei. Die PETA-Männer legten sich daraufhin daneben auf das Pflaster.

Die Aktion fand zwar in unmittelbarer Nähe des Stephansplatzes statt, offiziell war jedoch der direkt anschließende Stock-im-Eisen- Platz Ort des Geschehens. Auf dem Stephansplatz selbst erlaubt Bezirksvorsteherin Stenzel nur mehr kirchliche Veranstaltungen. Zur PETA-Aktion hatten sich zuletzt nicht nur die Bezirkschefin, sondern auch die Erzdiözese Wien kritisch geäußert.

Vom ursprünglichen Vorhaben, die Darsteller bei der Demo ans Kreuz zu binden, hat PETA Abstand genommen, nachdem dies von der Polizei untersagt worden war. Die Tierschützer selbst machten heute keinen Hehl daraus, dass die Wahl des Ortes und des Zeitpunktes als Provokation zu verstehen sei. Nur so könnten Konsumenten wachgerüttelt werden, hieß es. Denn beim Kauf von sauber verpackten Schnitzeln werde die Tierquälerei – das Blut und die grausame Tötung – leicht verdrängt.

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