Thorsten Fink: “In der Europa League wird man eine andere Austria sehen”

Raphael Holzhauser und Co. wollen die Pleite zum Ligaauftakt gegen Altach vergessen machen.
Raphael Holzhauser und Co. wollen die Pleite zum Ligaauftakt gegen Altach vergessen machen. - © APA/Hans Punz
Austria Wien will sich in der Europa-League-Qualifikation gegen AEL Limassol für den Bundesliga-Fehlstart in Altach rehabilitieren und eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel schaffen.

Vier Tage nach dem misslungenen Bundesligaauftakt startet die Wiener Austria am Donnerstag (21.05 Uhr, live auf ORF eins) mit dem Heimspiel gegen AEL Limassol in die internationale Saison. Diese “zweite Chance” wollen die Veilchen nutzen, mental sieht etwa Raphael Holzhauser kein Problem. “Die Mannschaft ist auf keinen Fall verunsichert”, betonte der Mittelfeldmotor vor dem Spiel gegen den Außenseiter.

Ein im Elferschießen fixierter Cupsieg gegen Regionalligist Ebreichsdorf, dann die 0:3-Schlappe in Altach zum Ligaauftakt. “Es war ein ganz schlechter Start von uns”, gab auch Holzhauser zu. Er geht quasi unbelastet ins Spiel gegen Limassol, fehlte er doch in Altach nach seiner roten Karte im Cup. Vielleicht ein Mitgrund für die Niederlage im Ländle. “Das müssen andere beurteilen”, erklärte er dazu lapidar.

Austria-Stürmer gegen Limassol im Fokus

Diesmal jedenfalls kann sich Trainer Thorsten Fink auf seinen Spielmacher stützen, offen ist freilich noch, ob ihm Torgarant Larry Kayode zur Verfügung steht. Zumindest dürfte der angeblich abwanderungswillige Nigerianer, der bisher Trainingsrückstand hatte, erstmals in dieser Saison im Kader aufscheinen. Faktum ist, dass weder Kevin Friesenbichler noch Neuzugang Christoph Monschein bisher trafen, gegen Limassol sollen die ersten Pflichtspieltore der Saison her.

Anders wird das klare Ziel, zum zweiten Mal in Folge in die Gruppenphase einzuziehen, auch nicht zu erreichen sein. “Es wird nicht einfach”, warnte Holzhauser, den Gegner zu unterschätzen. Der Vierte der abgelaufenen Saison startet zwar erst Ende August in die zypriotische Meisterschaft, hat aber bereits vier Pflichtspiele und damit zwei mehr als die Austria in den Beinen.

Was Gegner Limassol gefährlich macht

Gegen die “Zwerge” von St. Joseph’s aus Gibraltar und Progres Niederkorn aus Luxemburg hatte die Truppe von des portugiesischen Trainers Bruno Baltazar keine Probleme, das Torverhältnis von 13:1 ist freilich vor allem den Partien gegen St. Joseph’s zu verdanken (4:0, 6:0). 2012/13 schaffte Limassol zum bisher einzigen Mal den Sprung in die Europa-League-Gruppenphase.

Co-Trainer Egbert Zimmermann und Chefscout Gerhard Hitzel waren beim 2:1-Heimsieg AELs über Niederkorn vor Ort. Gerade die schnellen Außenspieler strahlten echte Gefahr aus, berichtete Holzhauser über den mit Legionären gespickten Gegner. Grundsätzlich gelte freilich: “Wir müssen unser Spiel durchziehen.” Dass das zuletzt nicht gelang, dürfe man nicht überbewerten. “Wir können das sehr gut einschätzen”, betonte Holzhauser nicht zuletzt in Hinblick auf den denkbar ungünstigsten Start im Spiel gegen Altach. Für Fink steht ohnehin fest: “In der Europa League wird man die andere Austria sehen.”

Kayode fehlt noch

Die Wiener Austria muss auch beim ersten Europacup-Auftritt der neuen Saison ohne Stürmer Larry Kayode auskommen. Der Torjäger aus Nigeria, der einen Gutteil der Vorbereitung verpasst hatte, sei noch nicht bereit. Das verlautete Austria-Trainer Thorsten Fink am Mittwochnachmittag in einer Pressekonferenz. Kayode hatte schon den Ligaauftakt in Altach (0:3) wegen Trainingsrückstandes verpasst. Gegen AEL Limassol soll auch ohne den schnellen Angreifer eine Leistungssteigerung her. “Wir wissen, dass das letzte Spiel noch nicht unseres war”, betonte Fink, der gleichzeitig eine ungewöhnliche Marschroute vorgab: “Wir wollen die Europa League nutzen, um uns Selbstvertrauen für die Meisterschaft zu holen.”

Der Gegner aus Zypern sei schwer einzuschätzen. “Sie sind eine erfahrene Mannschaft, haben ein kompaktes Mittelfeld und ein schnelles Umschaltspiel”, sagte Fink. “Wir müssen von vorne bis hinten alles besser machen als in Altach. Ganz wichtig ist es, zu Null zu spielen und Minimum ein Tor zu schießen.” Von der Qualität seiner Mannschaft sei er überzeugt, erklärte Fink. “Wir sind ja nicht erst seit drei Monaten zusammen.”

Ähnlich sah das auch Austria-Kapitän Alexander Grünwald. “Wir sind lange genug zusammen und wissen um unsere Stärken”, versicherte der Mittelfeldspieler. “Niemand ist beunruhigt.” Trotz des Liga-Fehlstarts ist die Vorfreude auf den Europacup-Auftakt da. Grünwald: “Wir wollen wieder für positive Schlagzeilen sorgen.”

(APA, Red.)

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