Theater an der Wien als Opernhaus

Akt.:
Placido Domingo bei der Eröffnung. & copy APA
Placido Domingo bei der Eröffnung. & copy APA

Inaugurationskonzert mit Wiener Symphonikern unter Placido Domingo – Viel Applaus für Solisten Thomas Quasthoff und Julian
Rachlin – Häupl: „Ein für Wien unverzichtbares Haus“.

Mit einem Inaugurationskonzert der Wiener Symphoniker unter der musikalischen Leitung von Placido Domingo wurde heute, Sonntag, Abend ein neues Kapitel in der über 200-jährigen Geschichte des Theaters an der Wien aufgeschlagen. Nach einem viele Jahre währenden Zwischenspiel als Musicalbühne wird das 1801 eröffnete Haus am Wiener Naschmarkt künftig als Opernhaus im Stagione-Betrieb geführt.

Bundespräsident Heinz Fischer übergab das von Emanuel Schikaneder errichtete Haus seiner neuen, alten Bestimmung, Bürgermeister Michael Häupl (S) hob hervor, dass es sich beim Theater an der Wien um ein „für Wien und die Kultur der Stadt unverzichtbares Haus“ handle. „In Zeiten, in denen anderswo über Schließungen oder Zusammenlegungen von Bühnen gesprochen und Kulturbudgets gekürzt werden, investiert die Stadt Wien in eine ihrer ganz großen Stärken, nämlich die Musik“, sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S).

Intendant Roland Geyer erläuterte, das Programm des Festaktes orientiere sich an den beiden für die Geschichte des Hauses bestimmenden Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven (dessen „Fidelio“ hier 1805 uraufgeführt wurde), mit der Uraufführung der „Musik für ein Fest“ von Thomas Daniel Schlee werde aber auch unterstrichen, dass man ebenso für Zeitgenössisches stehe.

Den meisten Beifall des Abends erhielten Bassbariton Thomas Quasthoff, der u.a. die Registerarie aus „Don Giovanni“ vortrug, sowie Geiger Julian Rachlin, der in Mozarts Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 G-Dur, KV 216 den Solo-Part übernommen hatte. Die erste Opern-Premiere gilt am 27. Jänner, Mozarts Geburtstag, „Idomeneo“ in einer Koproduktion mit der Wiener Staatsoper.

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