The Vatican Tapes – Trailer und Kritik zum Film

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The Vatican Tapes – Trailer und Kritik zum Film
Weshalb fährt der Teufel eigentlich immer nur in Katholiken? Zumindest in Hollywood scheinen Angehörige dieser konfessionellen US-Minderheit besonders vom Wirken Satans betroffen zu sein.

Und so wird auch im neuen Kirchenhorrorstreifen “The Vatican Tapes” die hübsche und liebenswerte Angela Holmes, Tochter eines streng katholischen Militärs, von Luzifer persönlich befallen. Ab Donnerstag im Kino.

The Vatican Tapes – Die Geschichte

Die 27-jährige Angela wird von Fernsehschauspielerin Olivia Taylor Dudley zwar mit etwas überexpressiver Mimik, aber doch an eine junge Reese Witherspoon erinnernd als sympathische Durchschnittsfrau porträtiert. Mit ihrem an Keanu Reeves gemahnenden Freund Pete, gespielt von John Patrick Amedori, der als Teenager in “The Butterfly Effect” zu sehen war, lebt sie ein glückliches Leben in L.A., auch wenn Dougray Scott als kerniger, aber doch im Herzen sanfter Militär Roger seine liebe Mühe mit dieser “Wilden Ehe” hat.

Aber der Teufel steckt bekanntlich im Detail – und hier bald in Angela. Nach einem vermeintlich harmlosen Schnitt in den Finger verändert sich die junge Frau, die für ihre Umwelt zur Gefahr wird. Menschen sterben und Angela landet alsbald in der Psychiatrie. Da die weltlichen Kräfte aber auch hier versagen, ruft Familienpfarrer Pater Lozano (Michael Pena) Rom zu Hilfe. Als Sonderkommando reist Kardinal Bruun (gespielt vom schwedischen Schauspieler Peter Andersson, bekannt als fieser Vergewaltiger aus “Verblendung”) an. Die Sache hat allerdings einen Pferdefuß, ist Beelzebub doch wesentlich stärker als die beiden Geistlichen.

The Vatican Tapes – Die Kritik

“The Vatican Tapes”, benannt nach dem (vermutlich) fiktiven geheimen Mephisto-Archiv des Vatikan, das von Vikar Imani (Djimon Hounsou) betreut wird, nimmt sich also Zeit für den Aufbau seiner Charaktere, bevor der Horror sich langsam einschleicht. Mehrheitlich ist dabei ungeachtet mancher Schockeffekte nicht das Geschehen auf der Leinwand, sondern der Kopffilm des Zuschauers das wirklich Gruselige.

Dabei räumt der Streifen mit einer ganzen Reihe an vermeintlichen Eckpfeilern des US-Selbstverständnisses auf. Die katholische Kirche ist in den protestantisch geprägten Staaten ja immer etwas suspekt, aber auch das Militär in Form von Vater Roger oder die Medien versagen als Ankerpunkte angesichts der diabolischen Macht. “Was in diesem Film geschieht, könnte auch dir wirklich passieren”, wird Regisseur Mark Neveldine (“Crank”) in den PR-Unterlagen zitiert. Wer’s glaubt…

(APA)

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