The Nice Guys – Trailer und Kritik zum Film

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The Nice Guys – Trailer und Kritik zum Film
“Lethal Weapon” war 1987 nur der Anfang: Die Kombination aus Buddy-Movie, Actionkrimi und Komödie erfreut sich seitdem großer Beliebtheit. Auch der Drehbuchautor des Kultfilms, Shane Black, griff das Konzept mit seinem Regiedebüt “Kiss Kiss, Bang Bang” auf – und liefert nun Nachschub mit “The Nice Guys”, der allein wegen des überraschend lustigen Duos Ryan Gosling und Russell Crowe Spaß macht.

Angesiedelt ist Blacks neueste Story im Los Angeles der 1970er-Jahre. Nach Mel Gibson und Danny Glover in “Lethal Weapon” sowie Robert Downey Jr. und Val Kilmer in “Kiss Kiss, Bang Bang” schlüpfen nun also Oscarpreisträger Russell Crowe (“Gladiator”) und Hollywoodstar Ryan Gosling (“Drive”) in die Rollen zweier ungleicher Ermittler, die an einer gemeinsamen Herausforderung wachsen und Freundschaft schließen.

The Nice Guys – Die Handlung

Wobei die erste Begegnung für Holland March (Gosling) weniger gut läuft: Weil der abgehalfterte, vom Pech verfolgte Privatdetektiv da schnüffelt, wo er nicht soll, richtet ihn Jackson Healy (Crowe), der als Mann fürs Grobe sein Geld verdient, ziemlich übel her. Mit der Aktion ist Healy aber plötzlich ebenso in den Fall verstrickt wie March – und trotz des denkbar schlechten Starts, beschließen die sehr unterschiedlichen Männer notgedrungen zusammenzuarbeiten: Eine junge Frau wird vermisst und von mysteriösen Unbekannten verfolgt. Die Verschwörung dahinter, so stellt sich heraus, ist größer – und hat nicht nur mit dem geheimnisvollen Tod von Pornostar Misty Mountains zu tun, sondern reicht bis ins Justizministerium. Auf der Suche nach der Wahrheit begeben sich March und Healy auf eine holprige, gefährliche Suche durch L.A..

The Nice Guys – Die Kritik

Es geht Schlag auf Schlag in “The Nice Guys”, Gewalt schlägt immer wieder in Klamauk um, die Dialoge sind rasant und pointiert, und vor allem Ryan Gosling bekommt es als trinkender, stets irgendwo hinunter fallender und vor Schreck kreischender Unglückspilz March ziemlich ab. Die bisher unentdeckten Slapstickqualitäten des Frauenschwarms gehören dann auch zu den Highlights des Films, der nicht zuletzt aufgrund der ausgezeichneten Chemie zwischen seinen Hauptdarstellern funktioniert: Die Lust am Schlagabtausch ist bei Crowe und Gosling durchwegs spürbar, und das ständige Geplänkel dementsprechend lustig anzusehen. In Nebenrollen überzeugen die australische Jungdarstellerin Angourie Rice als Marchs furchtlose Teenagertochter Holly sowie ein nicht wieder zu erkennender Matt Bomer als recht spät im Geschehen auftauchender Auftragskiller John Boy.

Wie schon “Kiss Kiss, Bang Bang” ist “The Nice Guys” von Shane Blacks (54) früh entwickelter Liebe zu Kriminal- und Groschenromanen geprägt und eine schöne Hommage an die Detektivgeschichten seiner Kindheit geworden. Schön ist, dass er sich und seinen Film nicht zu ernst nimmt und nicht davor zurückschreckt, in punkto physischer Komik immer wieder eins draufzulegen. “Die beste Komödie ist die eines Jongleurs an der Straßenecke, der immer fürchten muss, dass er mit Tomaten beworfen wird, wenn er das Ganze nicht lebendig hält”, sagte Black bei der Premiere seines Films in Cannes vor zwei Wochen. Das Ergebnis sind 116 lebendige, actionreiche und sehr, sehr unterhaltsame Kinominuten.

>> Alle Filmstartzeiten zu “The Nice Guys”

(APA)

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