The Lego Batman Movie – Trailer und Kritik zum Film

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The Lego Batman Movie – Trailer und Kritik zum Film
Nein, nicht einmal die schwarze Leinwand vor Filmbeginn ist vor ihm sicher: Im “Lego Batman Movie” ist der dunkle Ritter allzeit bereit, sich in den Vordergrund zu drängen. Schließlich braucht er nichts und niemanden an seiner Seite. Das Spin-off zum Animationserfolg “The Lego Movie” von 2014 schließt nahtlos an diesen an und präsentiert nun eine charmant unangepasste Heldensaga im Kino.

Eines vorweg: Wer mit dem Original und seiner absurd-liebvollen Hommage an die dänischen Bausteine nichts anzufangen wusste, sollte lieber auch von der Batman-Persiflage die Finger lassen. Anarchisch im Ton und unbändig im Tempo, wird hier mehr als eineinhalb Stunden lang alles zerlegt und wieder zusammengebaut, was nicht bei Drei auf den Bäumen ist. Kombiniert wird das mit einer gehörigen Portion Moral und Zusammengehörigkeitsgefühl.

The Lego Batman Movie – Die Handlung

So weit, so bekannt. Denn bereits im “Lego Movie” durfte Batman an der Seite weiterer Protagonisten gegen einen bösen Feind ankämpfen. Dass er das, im Unterschied zu Realfilm- oder Comic-Adaptionen, mit zynischem und vor allem selbstherrlichen Unterton macht, ist die Besonderheit des Films. Man begegnet folglich einem Helden, der sich selbst über alles stellt, reihenweise abfällige Bemerkungen fallen lässt und nicht nur Feinde wie den Joker, sondern gleich ganz Gotham City gegen sich aufbringt.

Als sich zu allem Überfluss die gesamte Schar an lokalen Gangstern – neben Poison Ivy, Mr. Freeze, Pinguin oder Bane entdeckt man darunter auch einige bisher unbekannte, dafür umso lustiger gestaltete Figuren – freiwillig der neuen Polizeichefin Barbara Gordon ergibt, läuft das Fass über. Batman alias Bruce Wayne und sein unfreiwillig angenommener Adoptivsohn Dick Grayson, aus dem später Robin wird, müssen etwas unternehmen, um sich selbst wieder ins Spiel zu bringen. Nur hat das Folgen, die die Fledermaus nicht vorhergesehen hat.

The Lego Batman Movie – Die Kritik

Chris McKay, der schon vor drei Jahren beim ersten Lego-Kinoabenteuer involviert war, hat nun Platz im Regiesessel genommen und insgesamt wenig verändert. Warum auch: Schon die Einstiegssequenz in dieses Superheldenabenteuer lässt sämtliche “Justice League”- und “Avengers”-Ausflüge, die man bisher kannte, zum müden Abklatsch verkommen. Was da alles explodiert, gegen die Wand gefahren und dabei noch amüsant kommentiert wird, ist beim ersten Sehen nur schwer zu fassen. Aber zum Glück folgt da noch die ein oder andere Szene mit reichlich Schauwert.

Eingebettet in das bombastische Spektakel ist eine Geschichte von Freundschaft und familiären Werten, muss sich Batman im Verlauf der Handlung doch eingestehen, dass er alleine eben nicht alles zuwege und nicht jeden Schurken zur Strecke bringen kann. Immerhin stellt ihn der Joker vor einige Herausforderungen und reicht das Arsenal an zu bekämpfenden Feinden am Ende weit über das Batman- oder DC-Franchise hinaus. Action-, Fantasy- und Horror-Fans bekommen da einiges zu tun, um die Verweise aufzusammeln – ganz abgesehen von den Seitenhieben auf sämtliche Batman-Inkarnationen seit Adam West.

Am Ende mag “The Lego Batman Movie” zwar wie ein in die Tat umgesetzter Bubentraum aus Abermillionen Bausteinen wirken. Aber wenn man eine grundsätzlich simple Geschichte mit bereits bekannten Figuren und Motiven derart mitreißend in Szene setzt, dann hat man weit mehr richtig gemacht, als nur die detailverliebte Ausgestaltung eines überdimensionalen Spielzimmers. Batman (im Original übrigens erneut grandios gesprochen von Will Arnett, dem u.a. Ralph Fiennes, Michael Cera oder Rosario Dawson zur Seite stehen) ist auch diesmal einen Ausflug ins Kino wert. Selbst wenn er nur ein kleines Spielzeugmännchen ist.

>> Alle Filmstartzeiten zu “The Lego Batman Movie”

(APA)

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