Tesla – Generation X und das Massenmodell

Tesla – Generation X und das Massenmodell
© Tesla
Wie bereits geschrieben kennt man Tesla mittlerweile als renommierten Autohersteller. Der Erfolg des Modell S hat gezeigt, dass Tesla tatsächlich in der Lage ist, die herkömmlichen Produzenten nicht nur in Staunen zu versetzen, sondern sie sogar das Fürchten zu lehren.

Vor geraumer Zeit hat Tesla bereits das Model X präsentiert, welches auf unseren Straßen noch nicht präsent ist, aber auf jeden Fall schon jetzt eine tolle Konkurrenz für alle bereits bekannten SUV‘s darstellt. Mit Ende 2016 soll auch das Model X unser Straßenbild nachhaltig verändern. Optisch sowie technisch sind auch hier große, staunende Augen der Passanten zu erwarten, spätestens wenn man in engen Parklücken die Türen nach oben öffnet. Ob das allerdings auch in den engen und niedrigen Parkgaragen einer Großstadt wie Wien wirklich von Vorteil sein wird, bleibt noch abzuwarten. In der stärksten Version mit der Bezeichnung P90D leistet der Elektromotor stolze 503 PS und beschleunigt so den SUV, Dank Allrad, innerhalb von nur 4,0 Sekunden von 0 auf 100km/h. Die Reichweite soll 467km betragen und die maximale Höchstgeschwindigkeit wird mittels Smart-Air Luftfederung und aktivem Spoiler auf 250km/h getrieben.

Tesla Launches Model X from Tesla Motors on Vimeo.

Auch der Innenraum ist variabel gestaltbar, wenn man sich das Model X konfiguriert. So gibt es die kleine Version mit 5 Sitzen und gegen einen Aufpreis sogar Versionen mit 6 oder gar 7 Sitzen. Wobei hierfür dann schon nochmals 4.400,- EUR Aufpreis anstehen. Dafür bekommt eine große Familie dann auch schon einen gebrauchten Kleinen als Zweitwagen. Womit in Summe zumindest theoretisch sogar 10 Sitzplätze zustanden kommen würden. (Natürlich ohne Berücksichtigung der Erhaltungskosten).

Regelmäßige “over-the-air”-Updates fügen Sicherheits- und Navigationsmerkmale hinzu, die für noch mehr Fahrkomfort, Performance und Sicherheit sorgen. Aktive Technologien wie Seitenaufprall-Warnfunktion und Notbremsautomatik – auch für Autobahngeschwindigkeiten – sowie Parksensoren und Tote-Winkel-Warnung erhöhen die Sicherheit nochmals gehörig. Bei der 7-Sitzer Version können bis zu 5 ISOFIX-Kindersitzanker verbaut werden. Auch die Größe des Stauraums versetzt einen ins Staunen, da hier bis zu 2180 Liter Fassungsvermögen zur Verfügung stehen (bei Sechssitzerkonfiguration). Zusätzlich gibt es 8 Jahre Garantie mit unbegrenzter Laufleistung auf Batterie und Antriebseinheit. Auf 4 Jahre begrenzt die Garantie die erlaubte KM Leistung auf 80.000 km.
Das alles hat selbstverständlich seinen Preis, so startet die kleinste Ausführung des Model X bei 96.900,- EUR und gipfelt in der Top-Version bei 132.400,- exklusive etwaiger Sonderausstattungen. Ähnlich wie bereits beim Model S sind hier 150.000,- EUR schnell mal erreicht.

Bei einer derart ähnlichen Preisgestaltung spricht eigentlich alles für das Model X. Allerdings ist das wie so oft im Leben eine reine Geschmackssache. Nichts desto trotz, werden wohl für den normalen Mitmenschen beide Autos erstmals unerreichbar sein. Somit ist die Frage gerechtfertigt, wie man denn nun, selbst wenn man wollte, auf ein E-Auto umsteigen kann, ohne seine finanziellen Grenzen massiv zu überschreiten. Da hilft wohl auch das Tesla eigene Leasingangebot mit einer Rate von 691.- EUR monatlich reichlich wenig (wohlgemerkt für die kleinste Version).
Aus Sicht des Herstellers sind große, teure, hochwertige Prestige- und Premiumprodukte natürlich interessant, um sich schnell einen guten Ruf zu verschaffen und den Bekanntheitsgrad zu steigern. Auf lange Sicht reicht dies jedoch nicht aus, um profitabel sein zu können und als Unternehmen zu wachsen. Folglich braucht es ein Produkt für die breite Masse. Dies soll nun das Model 3 sein, das gerade eben erst präsentiert wurde und wofür bereits die ersten Bestellungen vorliegen. Erstaunlich daran ist, dass bereits 373.000 Reservierungen bei Tesla eingetroffen sind:

Tesla Unveils Model 3 from Tesla Motors on Vimeo.

„Wir haben dieses Level an Reservierungen ohne jegliche Werbung oder bezahltem Endorsement erreicht, lediglich mit einigen Beiträgen auf sozialen Netzwerken, die auf die Präsentation am 31. März hingewiesen haben, ohne dass jemand anderes, außer denen, die am 31. März vor Ort waren, das Auto fahren konnten, ohne öffentlich zahlreiche Funktionen des Autos zu enthüllen, und mit nahezu keinen Bemühungen unsere Kunden dazu zu bewegen, das Model 3 zu reservieren. Wenn wir wollen würden, könnten wir die Anzahl an Reservierungen mit minimalem Aufwand steigern, aber wir glauben, dass es besser ist unsere Kunden dahin zu führen Produkte zu kaufen, die bereits in Produktion sind.“ (mitgeteilt von Tesla via Electrek.co)
Die Auslieferung des Model 3 soll in der zweiten Hälfte 2017 starten. Noch im selben Jahr sollen bereits 200.000 Modelle ausgeliefert werden. Kombiniert mit den Modellen S und X sind für das Jahr 2018 bereits an die 500.000 Fahrzeugauslieferungen geplant.

Das sind selbstverständlich große Ziele und da Tesla immer schon ein Vorreiter im strategischen Denken war, wurde bereits im Jahr 2014 ein Grundstein gelegt. Werden im Jahr 2018 tatsächlich über 500.000 Fahrzeuge produziert, so würde diese Flotte den heutigen weltweiten Jahresausstoß an Lithium-Ionen-Batterien benötigen. Zur Lösung dieses Problems wurde der Bau der so genannten Gigafactory gestartet, welche bereits im Jahr 2020 die volle Kapazität erreicht haben soll. Mehr dazu im nächsten Artikel.

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