Teamchef-Suche als Schöttels erste Priorität

Schöttel will Österreicher als Teamchef
Schöttel will Österreicher als Teamchef - © APA
Gleich die erste Amtshandlung des neuen ÖFB-Sportdirektors Peter Schöttel wird die Erstellung einer Liste mit zehn Kandidaten sein, die für ihn als künftiger Teamchef infrage kommen. Die endgültige Entscheidung treffen aber andere. Schöttel ließ in seiner ersten Pressekonferenz anklingen, dass ihm ein Österreicher als Teamchef am liebsten wäre und dass auch Andreas Herzog ein Kandidat ist.

Nach der Erstellung der Liste wird zunächst eine Task Force, die wohl wie bei der Sportdirektoren-Suche aus ÖFB-Präsident Leo Windtner, ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold, Generalsekretär Thomas Hollerer und Bundesliga-Vizepräsident Markus Kraetschmer besteht, über die von Schöttel ausgewählten Personen beraten. Dann legt Windtner dem Präsidium einen Vorschlag vor, der vom höchsten Gremium abgesegnet werden muss.

Schöttel beschrieb sein Anforderungsprofil für den künftigen Nationalcoach folgendermaßen: “Er muss eine Persönlichkeit darstellen, muss mit der Mannschaft umgehen können, eine positive Außendarstellung haben, Klartext reden und als Trainer schon seine Erfolge gehabt haben.” Titelgewinne seien keine unbedingten Voraussetzungen, vielmehr gehe es darum, dass der neue Teamchef Spieler entwickeln könne, so Schöttel.

Die Verdienste des scheidenden Koller wurden vom Ex-Teamspieler gewürdigt. “Die Latte liegt hoch, auch wenn die letzte Qualifikation nicht so erfolgreich war.”

Einen weiteren Ausländer für Österreichs höchsten Trainerjob schloss der Wiener nicht dezitiert aus. “Aber ich halte es für sinnvoll, wenn es ein Österreicher macht”, sagte Schöttel und betonte, für ihn zähle auch Andreas Herzog zu den Anwärtern.

Windtner meinte zu diesem Thema, der neue Teamchef müsse Deutsch sprechen. “Ob ein In- oder Ausländer, da brauchen wir uns nicht festzulegen. Es soll der Beste sein.” Außerdem dürfe der Coach nicht den intern festgelegten finanziellen Rahmen sprengen.

Aufgrund des Zeitplans scheint es gesichert, dass Marcel Koller am Montag zum WM-Qualifikationsabschluss in Chisinau gegen die Republik Moldau seine Abschiedsvorstellung gibt. Der Nachfolger soll schon am 14. November im Testspiel in Wien voraussichtlich gegen Uruguay auf der Bank sitzen. “Dieser Lehrgang ist eine Riesenchance für das Team. Da können wir uns einen gewaltigen Startvorteil für das kommende Jahr sichern”, betonte Windtner.

(APA)

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