Täter kehrte zurück

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Nach der Messerstecherei in Wien kehrte der Täter am Ort des Geschehens zurück. Leute aus der Szene holten die Polizei – Der Mann konnte aber nicht festgenommen werden.

Jener Mann, der von der Polizei nach einem Mordversuch in der Kärntnertorpassage gesucht wird, kehrte am Montag an den Ort des Geschehens zurück, um sich Zigaretten zu kaufen, berichtete Oberstleutnant Karl Kmoch vom Kriminalkommissariat Zentrum-Ost der APA. Die Leute aus der dortigen Drogenszene waren von der Exekutive instruiert, die Polizei zu holen, wenn der Mann wieder auftaucht. Das haben sie auch getan, doch bis die Beamten eintrafen, war der Mann wieder verschwunden.

Russischer Asylant?

Bei dem Gesuchten dürfte es sich um einen russischen Asylanten handelt, der selbst suchtgiftabhängig ist, sagte Kmoch. Er sei auch in der Szene bekannt, aber nicht per Namen. „Wahrscheinlich hat er keine Ahnung, dass er gesucht wird“, sagte der Oberstleutnant. Vielleicht sei er der deutschen Sprache nicht mächtig.

Neue Erkenntnisse könnten auch die DNA-Spuren auf dem Messer bringen. Wenn die Ergebnisse da sind, werde man die Spuren abgleichen, sagte Kmoch.

Der Vorfall hat sich am Samstag gegen 14.30 Uhr in der Geschäftsstraße der Passage im Zuge eines Drogenhandels ereignet. Das spätere Opfer, selbst tablettenabhängig, wollte Substitol-Tabletten kaufen. Bei einem Streit versetzte der Verkäufer seinem Opfer mit einem elf Zentimeter langen Fixiermesser einen Herzstich und flüchtete. Der 31-Jährige schleppte sich noch in die Polizeiinspektion Kärntnertorpassage.

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