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Tarifverhandlungen: Mehr Allgemeinärzte und Kinderärzte für Wien

In Wien wird es künftig mehr Kinder- und Hausärzte geben.
In Wien wird es künftig mehr Kinder- und Hausärzte geben. ©APA/AFP/BERTRAND LANGLOIS
Die Wiener Ärztekammer und die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) haben sich nach sechsmonatigen Tarifverhandlungen auf eine neue, dreijährige Vereinbarung geeinigt.
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Der Abschluss, der am Freitag präsentiert wurde, sieht unter anderem höhere Honorare für Allgemeinmediziner und Kinderärzte vor. Für die Patienten werden der gynäkologische Ultraschall und eine spezielle Augenuntersuchung kostenlos.

Stadt Wien investiert 19 Millionen in Gesundheit

Zudem wurde eine Vereinbarung mit der Stadt Wien geschlossen. Die Stadt investiert 2019 15 Mio. Euro in den niedergelassenen Bereich, um die Spitalsambulanzen zu entlasten, kündigte die scheidende Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit WGKK-Obfrau Ingrid Reischl und dem Vizepräsidenten der Wiener Ärztekammer, Johannes Steinhart, an.

Mehr Honorar bei Kinderärzten und Allgemeinmedizinern

Besonders gefördert werden sollen Kinderärzte und Allgemeinmediziner, da man in diesen Bereichen Schwierigkeiten habe, neue Ärzte zu finden, sagte Steinhart. In beiden Fächern sind von 2018 bis 2020 jährlich zehn Prozent an Honorarerhöhung vorgesehen. Für Ordinationen, die zumindest 25 Stunden pro Woche offenhalten, sind Bonus-Zahlungen geplant. Außerdem werden Ordinationsgründungen gefördert. So soll es in Favoriten in den kommenden zwei Jahren zehn zusätzliche praktische Ärzte geben. Für ganz Wien sind außerdem 16 zusätzliche Kinderärzte vorgesehen.

Gynäkologischer Ultraschall wird gratis

Der Honorarabschluss sieht auch zusätzliche Leistungen für die Patienten vor: Ab Mitte 2019 wird der gynäkologische Ultraschall von der Krankenkasse bezahlt und ab Oktober 2020 kann die sogenannte OCT-Untersuchung zur Bestimmung von Netzhautschäden kostenlos in Anspruch genommen werden. Auch in der Darmkrebsvorsorge habe man sich geeinigt, sagte Reischl. Künftig entfällt für die Patienten die Zuzahlung für die Sedierung bei einer Darmspiegelung.

(APA/red)

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