Tanzen: Feruggia/Köhler verzaubern die Stadthalle

Benedetto Feruggia und Claudia Köhler verzaubern die Stadthalle
Benedetto Feruggia und Claudia Köhler verzaubern die Stadthalle - © vienna.at
Mit einem Doppelsieg für Deutschland in einem hochklassigen Standard-Finale gingen die Austrian Open am Sonntag kurz vor Mitternacht zu Ende. Benedetto Feruggia und Claudia Köhler verzauberten die Halle B der Wiener Stadthalle taktvoll und temporeich in den Ballsaal eines Märchenschlosses.

IDSF International Open Standard
Dass das sonntägliche Open-Turnier auf einem merklich höheren Niveau als der Weltcup vom Samstag stand, war angesichts der Nennungen im Vorfeld keine Überraschung. Auch hier war für Österreichs Spitzenpaare nicht viel zu holen, vor dem Semifinale war Schluss. Am besten schnitten Vladimir Slon / Bianca Zubrowska mit einem respektablen 15. Endrang ab; das Geschwisterpaar Christoph Santner / Maria Jahn, beim Weltcup am Tag zuvor noch gute Neunte, mussten sich mit dem 23. Platz zufrieden geben.

Feruggia/Köhler dominieren Konkurrenz
Was Benedetto Feruggia und Claudia Köhler am Sonntagabend auf das Stadthallenparkett zauberten, war eine fast märchenhafte Demonstration von Tanzkunst. Das deutsche Paar drückte bereits beim ersten Solotanz im Finale mit einem tollen Slowfox der Konkurrenz den Stempel auf. Gegen den sensationellen Quickstep der Vortagessieger aus Russland, Konovaltsev/Konovaltseva, war zwar kein Kraut gewachsen, doch Feruggia/Köhler blieben bis zum Ende voran und siegten vor ihren Landsleuten Segatori/Sudol und den Russen.

Wiener Walzer: Watschen für Österreichs Tanzsport
Seit 1993 wird die Wiener Walzer Konkurrenz international offen ausgetragen. In 16 Jahren gab es nur drei Sieger, die nicht aus Österreich kamen. 2009 sollte sich als eines der schlechtesten Walzer-Jahre für den heimischen Tanzsport entpuppen. Als einziges heimisches Paar schafften Virgiliu Bumbu / Sabrina Pucher den Halbfinaleinzug unter die 13 besten Paare. Die Walzerkönige kamen aus Russland: Vadim Shurin und Ekaterina Volgina entführten den Titel Richtung Osten.

Formation Latein
Eine mitreißende Show hatten vor dem Open-Finale die Formationen auf das Parkett gedonnert. Mit sehenswerten Choreographien zogen die insgesamt sechs verschiedenen Teams das Publikum in ihren Bann. Das “Team Elvis” des  TSC Blau-Grün Wien hatte dabei die schwierigste Aufgabe: Weil kurzfristig drei Paare krankheitsbedingt ausgefallen waren, mussten die Wiener mit nur fünf Paaren ihre Bilder tanzen. Erwartungsgemäß ging der Sieg wie im Vorjahr an das A-Team/Queen HSV Zwölfaxing.

Bilanz vorsichtig positiv
Die Bilanz der Organisatoren des Austrian Open fiel vorsichtig positiv aus. Die 16. Auflage des Turniers in der Wiener Stadthalle hatte zwar mit einem leichten Zuschauerminus gegenüber dem Vorjahr zu kämpfen, das sei aber alleine schon deshalb erwartet worden, “weil heuer keine Weltmeisterschaft stattgefunden hat”, wie Johannes Biba, der Pressesprecher des Tanzsportverbandes meinte. Außerdem habe es viele Absagen gegeben – schweinegrippebedingt. Allein bei den Formationen hätten zwölf Teams tanzen sollen – übrig geblieben sind letztlich fünfeinhalb. Aber die Veranstalter haben für 2010 bereits ein Highlight im Programm. Die Weltmeisterschaft im “Ten Dance”, also in der Kombination aller Latein- und Standardtänze soll – wie schon 2007 – für neue Besucherrekorde sorgen.

 

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