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Tankstellenüberfall im Bezirk Mödling war fingiert

Ein Tankstellenüberfall im Bezirk Mödling konnte aufgeklärt werden.
Ein Tankstellenüberfall im Bezirk Mödling konnte aufgeklärt werden. ©dpa
Nach rund zweijährigen Ermittlungen steht fest: Der Überfall auf eine Tankstelle im Bezirk Mödling im November 2010 war fingiert. Ein 43-Jähriger wurde festgenommen, er soll zudem mehrere Einbrüche in Wien und Wiener Neustadt begangen haben. Auch ein 48-jähriger Tankstellenmitarbeiter wurde angezeigt.

Der “Überfall” war am 20. November 2010 in den frühen Morgenstunden verübt worden. Der Täter hatte sich mit einer gezogenen Faustfeuerwaffe hinter das Verkaufspult begeben, eine Tasche auf den Boden geworfen, den Tankwart mit Gesten aufgefordert, die Kassenladen zu öffnen und das Bargeld herauszugeben. Anschließend flüchtete der Mann.

“Tankstellenräuber” ist geständig

Auf die Spur des Verdächtigen führten Teile der verwendeten Bekleidung (Jacke und Haube), die in Tatortnähe sichergestellt wurden. Der 43-Jährige wurde am 28. Juli 2012 wegen des Verdachts des Diebstahls in Wien festgenommen und in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert. In weiterer Folge wurde ihm aufgrund von DNA-Abgleichungen der Raubüberfall auf die Tankstelle zugeordnet, so die Polizei.

Bei der Einvernahme zeigte sich der Beschuldigte dazu ebenso wie zu mehreren Einbruchsdiebstählen geständig. Weiters nannte er einen 31-jährigen rumänischen Staatsbürger als Mittäter. Zu dem Raubüberfall gab der Mann konkret an, dass dieser fingiert und der 48-jährige Tankstellenmitarbeiter involviert gewesen sei. Dazu war das vermeintliche Opfer aus dem Bezirk Mödling ebenfalls geständig.

Mehrere Einbrüche in und um Wien

Im Zuge der Ermittlungen gab der 43-Jährige auch vier Kellereinbruchsdiebstähle, zwei Wohnungseinbrüche, drei Einbrüche in Pfarren, einen Einbruch in eine Werkstätte sowie einen weiteren in eine Gaststätte zu. Die Taten hatte er vom 15. August 2011 bis zu seiner Verhaftung im Juli 2012 in Wien begangen. Bei der Beute handelte es sich um Bargeld, Schmuck, Laptops und um diverse elektronische Geräte. Der Gesamtsachschaden dürfte 15.000 Euro betrage, so die Polizei. Das Diebesgut wurde teilweise verkauft. (APA)

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