Tank von Ausflugsschiff vor Bali explodiert: Österreicherin gestorben

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Bei einer Explosion auf einem Ausflugsschiff in Bali kam eine Österreicherin ums Leben
Bei einer Explosion auf einem Ausflugsschiff in Bali kam eine Österreicherin ums Leben - © AFP
Auf einem Ausflugsschiff vor der indonesischen Insel Bali kam bei einer Tank-Explosion eine österreichische Touristin ums Leben.

Thomas Schnöll, Sprecher des Außenminsteriums in Wien, bestätigte die Angaben: “Es ist traurige Gewissheit geworden, dass unter den Opfern des Bootsunglücks ein Todesopfer aus Österreich ist”.

Tank-Explosion auf Ausflugsschiff vor Bali

An Bord hatten sich nach derzeitigem Wissensstand vier Urlauber aus Österreich befunden, führte Schnöll aus. Eine Frau ist gestorben, ein Mann trug Verletzungen davon, befand sich aber nicht in Lebensgefahr. Die Botschaft habe mit ihm bereits telefonisch in Kontakt treten können. Zwei weitere österreichische Touristen hatten sich an Bord des Schiffes befunden, sie blieben unversehrt.

Karte mit Lokalisierung GRAFIK 1037-16, 88 x 55 mm

 

Individalreisende an Bord, vier Urlauber aus Österreich

Es habe sich nicht um eine organisierte Reisegruppe aus Österreich gehandelt, sondern um Individualreisende, hielt der Sprecher noch fest. Weitere Angaben machte das Außenministerium zunächst nicht. Die Verständigung der Angehörigen der Betroffenen war Donnerstagmittag noch in Gang. Ein Vertreter der Botschaft befand sich auf dem Weg zum Unglücksort. Der Konsul werde sich an Ort und Stelle ein Bild machen und Kontakt zu den betroffenen österreichischen Urlaubern aufnehmen, sagte Schnöll. Insgesamt 14 Urlauber, darunter Reisende aus mehreren europäischen Ländern, wurden bei dem Vorfall kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen des Fischerorts Padang Bai verletzt, teilte die lokale Polizei am Donnerstag mit. Ein Anschlag wurde ausgeschlossen.

Keine internationalen Sicherheitsstandards

Nach seinen Angaben liegt die Batterie genau über dem Tank, er vermutete deshalb, dass die Explosion von einem Kurzschluss ausgelöst wurde. Obwohl die Verbindungen zwischen Indonesiens mehr als 17.000 Inseln vor allem von Fähren und anderen Schiffen abgedeckt werden, genügen diese oftmals nicht den internationalen Sicherheitsstandards. Immer wieder kommt es deshalb zu schweren Unfällen.

35 Personen an Bord

Insgesamt waren unter den 35 Menschen an Bord nach Angaben von Polizeichef Sugeng Sudarso neben den vier Österreichern weiters neun Briten, sechs Italiener, fünf Franzosen, vier Portugiesen und zwei Deutsche. Das Boot war von Padang Bai im Osten von Bali zu der kleinen Insel Gili Trawangan vor Lombok unterwegs. Gili Trawangan galt früher als Backpacker-Paradies. Heute bieten dort zahlreiche Tauchshops Schnorchel- und Tauchausflüge an. Bali liegt im Osten Indonesiens. 2015 machten auf der Insel im Indischen Ozean vier Millionen Touristen Urlaub.

(APA/Red.)

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