Tagesbestzeit in Sotschi für Hamilton vor Vettel

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Hamilton muss Rosberg langsam unter Druck setzen
Hamilton muss Rosberg langsam unter Druck setzen
Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat sich zum Auftakt des russischen Grand-Prix-Wochenendes in Sotschi die Tagesbestzeit gesichert. Der Brite verwies am Freitag mit mehr als 0,6 Sekunden Vorsprung Ferrari-Pilot Sebastian Vettel auf den zweiten Platz. Rund eine Stunde vor Ende des zweiten Freien Trainings musste der Deutsche seinen Wagen wegen Elektronik-Problemen aber vorzeitig abstellen.


Dritter auf dem 5,848 Kilometer langen Kurs am Schwarzen Meer wurde Hamiltons Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg. “Was wir bisher sehen konnten, war, dass sie stark sind”, lobte Vettel die beiden Mercedes-Piloten. Der Deutsche muss allerdings wegen eines unerlaubten Getriebewechsels an seinem Ferrari im Grand Prix von Sotschi fünf Plätze weiter hinten starten. Dies teilten die Regelhüter des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) am Freitagabend mit.

Selten bekamen die Zuschauer so viele Dreher zu sehen wie im Freitag-Training in Sotschi. Ob Vettel, Hamilton oder Jenson Button – kaum ein Fahrer, der nicht einen kleinen Abflug machte. Der überlegene WM-Spitzenreiter Rosberg indes spulte sein Programm cool ab. Nach der ersten eineinhalbstündigen Einheit sicherte sich der Gewinner der ersten drei WM-Läufe des Jahres die Bestzeit, erst am Nachmittag musste der 30-jährige Deutsche Hamilton und Vettel den Vortritt lassen. “Es ist schwierig, es auf dem Kurs hinzubekommen, weil es nur ein kleines Fenster gibt, in dem die Reifen perfekt arbeiten, und außerdem gibt es viele Stellen, wo man leicht Fehler machen kann”, meinte Rosberg, der mit dem Fahrgefühl zufrieden war.

Von einem gelungenen Tagespensum konnte bei Vettel dagegen keine Rede sein. Mit seiner bereits dritten Ferrari-Antriebseinheit in dieser Saison und einem neuen Frontflügel war das zweite Freie Training für ihn vorzeitig beendet. Während die Silberpfeile auf dem Asphalt Runde um Runde drehten, saß Vettel neben seiner “Margherita” und machte sich auf einem Blatt Papier eifrig Notizen. Rund 20 Minuten vor Ende des Trainingstages hieß es für ihn auch offiziell: Session beendet. Vettels finnischer Teamkollege Kimi Räikkönen fuhr die viertbeste Zeit auf dem russischen Asphalt.

Bei ihrer Tour durch den Olympia-Park hatten Hamilton, der die ersten beiden Auflagen in Sotschi gewonnen hat, und Rosberg definitiv mehr Spaß als Vettel. Mit aufgerüsteten Motoren konnten die Silberpfeil-Piloten wichtige Erkenntnisse für den Grand Prix am Sonntag sammeln (Start: 14.00 Uhr/live ORF eins, RTL und Sky). “Es war ein konstruktiver Tag, um in das Wochenende zu starten”, resümierte Hamilton. “Wir haben das meiste unseres Programms erledigt.”

Mit 75 Punkten kann Rosberg vor dem vierten Saisonrennen die Maximalausbeute vorweisen. Der Sohn des finnischen Ex-Weltmeisters Keke Rosberg hat schon 36 Punkte Vorsprung auf Hamilton, Vettel fehlen bereits 42 Zähler auf seinen in diesem Jahr bisher dominierenden Landsmann.

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