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Sturm Graz und Austria Wien trennten sich 3:1

Manuel Ortlechner und Rubin Okotie zeigen vollen Einsatz im Spiel Austria Wien gegen Sturm Graz Manuel Ortlechner und Rubin Okotie zeigen vollen Einsatz im Spiel Austria Wien gegen Sturm Graz - © APA/MARKUS LEODOLTER
Nach einem Halbzeitstand von 1:0 für die Austrianer konnte Sturm Graz das Ruder noch gehörig herumreißen. Darko Bodul schaffte es, die Partie für die Grazer zu drehen – Austria Wien unterlag schließlich und ist nun auch nicht im Europacup.

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Nach der Führung zur Halbzeit verlor Austria Wien schließlich doch noch das entscheidende Spiel – und hat damit die Teilnahme am Europacup erstmals seit zehn Jahren verpasst. Trotz einem 1:0 nach 45 Minuten mussten sich die Wiener am Donnerstag bei Ex-Meister Sturm Graz noch mit 1:3 geschlagen geben. Die Violetten verpassten als Vierter der Abschlusstabelle somit das internationale Geschäft. Für Ivica Vastic ist sein Engagement als Austria-Trainer nach einem halben Jahr wohl zu Ende.

Nach der Führung war Austria Wien vom Pech verfolgt

Roland Linz erzielte für die Favoritner zunächst die verdiente Führung (22.). Mit der Einwechslung von Darko Bodul kippte die Partie vor über 14.200 Zuschauern aber zugunsten der Grazer, die die Austria für ihre Passivität bestraften. Bodul drehte das Spiel mit seinen Saisontoren 11 und 12 in der 67. und 86. Minute. Dem ebenfalls eingewechselten Martin Ehrenreich gelang dann in der Nachspielzeit die Entscheidung.

Der angezählte Vastic wähnte vor Anpfiff den Vorstand noch hinter sich. Der Ex-Internationale setzte in Graz auf dieselbe Elf, die zuletzt Mattersburg besiegt hatte. Bei Sturm fehlten mit Dudic, Feldhofer, Wolf, Szabics, Hölzl und Säumel hingegen gleich sechs Stammkräfte wegen Erkrankung bzw. Verletzungen. Vor dem Ankick verabschiedeten die Steirer abwandernde Akteure, Ex-Coach Franco Foda hatte trotz Einladung darauf verzichtet.

Der Deutsche soll bei der Austria hoch im Kurs stehen und auch seinen ehemaligen Co-Trainer Thomas Kristl nach Wien mitnehmen wollen. Dass Sturms Interimscoach Kristl nun gegen die Favoritner noch an der Seitenlinie stand, hatte im Vorfeld der Partie für Brisanz gesorgt. Der ab Sommer in Graz amtierende Deutsche Peter Hyballa war aufgrund seiner Verpflichtungen für die Red Bull Juniors nicht im Stadion.

Sturm Graz anfangs zurückhaltend

Die Austria erwies sich ob der Ausgangslage zunächst als aktivere Elf. Sturm wartete ab und ließ die Gäste im eigenem Stadion Spielanteile sammeln. Chancen blieben aber Mangelware. Die Führung bescherte der Austria dann ausgerechnet ein schön ausgespielter Konter.

Der Ex-Grazer Marko Stankovic schickte Alexander Gorgon auf die Reise, der Linz ideal bediente. Mit dem 1:0 im Rücken ließ die Austria Sturm immer besser ins Spiel kommen. Bis auf einen Schussversuch von Matthias Koch (33.) waren die “Blackys” aber noch viel zu harmlos.

Spiel kippte in der zweiten Hälfte

Die Austria setzte ihr abwartendes Spiel auch in der zweiten Spielhälfte fort. Mit der Einwechslung von Bodul als echte zweite Spitze kippte die Partie dann endgültig zugunsten der Grazer. Nachdem er seine Gefährlichkeit mit einem von Heinz Lindner entschäften Freistoß (60.) bereits angedeutet hatte, schlug Bodul dann überaus sehenswert per Fallrückzieher zu.

Durch das 0:0 in Salzburg zu diesem Zeitpunkt zum Agieren gezwungen, wachte die Austria wieder auf. Eine Kopfball-Vorlage von Ortlechner verpasste Tomas Jun (76.), Bodul setzte in einer turbulenten Schlussphase auf der Gegenseite einen Kracher aus über 20 Metern an die Latte (83.). Nachdem Jun in der 85. Minute allein vor Gratzei die Riesenchance auf Austrias Führung stümperhaft vergeben hatte, sorgte Bodul praktisch im Gegenstoß für Austrias endgültiges K.o.

Nach einem weiten Pass bugsierte der Angreifer den Ball via dem Unterarm von Lindner ins Austria-Tor. Die Vastic-Elf schwächte sich durch den Ausschluss von Leovac (88.) noch zusätzlich. Den Schlusspunkt gegen eine aufgelöste Defensive der Austria Wien setzte schließlich Ehrenreich – das Match endete 3:1 für Sturm Graz.

(apa/red)



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