Sturm eröffnet gegen Austria die 22. Bundesliga-Runde

Das letzte Spiel in Wien endete 2:0 für die Veilchen
Das letzte Spiel in Wien endete 2:0 für die Veilchen - © APA
Die heimische Bundesliga startet am Wochenende gleich mit einem Spitzenspiel. Zum Auftakt der 22. Runde empfängt Sturm Graz ab 16.00 Uhr die Wiener Austria. Im Anschluss daran empfängt ab 18.30 Uhr Rapid die Admira, Altach trifft auf St. Pölten und Mattersburg bekommt es mit dem Wolfsberger AC zu tun. Am Sonntag muss Tabellenführer Salzburg zur SV Ried (16.30 Uhr).

Sturm will die Veilchen im Rennen um die Europacup-Startplätze zumindest auf Distanz halten. Vor dem Schlager liegen die drittplatzierten Steirer einen Zähler vor dem ersten Verfolger. Nach dem Frühjahresauftakt warten noch beide Mannschaften auf den ersten Sieg. Während sich die Austria über das erst spät fixierte 1:1 gegen Rapid freuen durfte, gingen die Grazer beim 0:1 bei Schlusslicht Mattersburg gänzlich leer aus. Austria-Coach Thorsten Fink könnte bei einem Sieg in seinem 58. Ligaspiel als Coach der Violetten die 100-Punkte-Marke knacken. Darüber wollte er freilich keinen Gedanken verschwenden. Vor einem “Duell auf Augenhöhe” klang er ähnlich wie sein Landsmann Franco Foda. “In Graz werden wir versuchen die Räume besser zu nützen und mutiger nach vorne zu spielen.”

Rapid hat im Heimspiel gegen Admira drei Punkte im Visier. Elf Zähler beträgt derzeit der Rückstand des Tabellenfünften auf Platz drei, der auf jeden Fall zur Teilnahme an der Europa-League-Qualifikation berechtigt – zu viel nach dem Geschmack der Hütteldorfer, weshalb Trainer Damir Canadi versprach: “Wir wollen drei Punkte holen und werden alles dafür investieren.” Zuversicht schöpft der 46-Jährige aus dem bitteren 1:1 gegen die Austria. “Da haben wir viele gute Dinge gesehen, aber natürlich auch einige Sachen, die wir verbessern müssen”, erklärte Canadi. “Wir wollen noch zielstrebiger werden und den Gegner noch höher unter Druck setzen.” Admira-Coach Damir Buric fordert von seiner Elf volle Konzentration. “Wir müssen gegen Rapid und im gesamten Frühjahr in allen Bereichen auf hohem Niveau sein”, warnte der Kroate. Sein Club liegt als Siebenter sieben Punkte vom Abstiegsplatz entfernt. “Wir müssen aufpassen”, sagte Buric.

Die Heimmacht Altach plant gegen St. Pölten einen Dreier ein. Für den Winterkönig ist vor dem Spiel die zumindest kurzfristige Rückeroberung der Tabellenspitze möglich, für St. Pölten indes der Absturz ans Tabellenende. Für Altach-Trainer Martin Scherb birgt die Partie aufgrund seiner Vergangenheit bei den niederösterreichischen “Wölfen” nur auf dem Papier zusätzliche Brisanz. Von 2007 bis 2013 betreute der in St. Pölten geborene Coach den SKN und schaffte den Aufstieg von der Regionalliga in die Erste Liga. Von damals sind nur noch wenige St. Pöltner Akteure dabei. “Besonders ist die Partie für mich nur, weil es mein erstes Heimspiel als Altach-Trainer ist”, meinte der 47-Jährige. Sein Ziel: “Wir haben ganz klar vor, das Spiel zu gewinnen.”

Mattersburg könnte bei einem Heimsieg gegen den WAC die “Rote Laterne” weiterreichen. “Wir wollten aus den ersten beiden Heimspielen unbedingt vier Punkte mitnehmen. Da liegen wir voll im Plan und könnten dies sogar noch übertreffen”, betonte Mattersburgs Neo-Coach Gerald Baumgartner vor der Partie. Einen Zähler liegt der SVM derzeit hinter St. Pölten, drei hinter Ried. Die Konkurrenten sind am Wochenende in Altach (St. Pölten) und gegen Salzburg (Ried) im Einsatz. In punkto Selbstvertrauen scheint sich Mattersburg nach dem 1:0 gegen Sturm Graz ohnehin schon in der oberen Tabellenregion zu befinden. “Wir dürfen um kein Prozent nachlassen, was Einsatz, Leidenschaft und Motivation betrifft”, erklärte Baumgartner. Selbst aktiv sein, laute das Motto seines Teams: “Wir haben keine Zeit, um Punkte liegen zu lassen, müssen alles mitnehmen, was möglich ist.” Die Lavanttaler schrieben zum Auftakt gegen Ried ebenfalls einen 1:0-Erfolg an. “Das große Ziel ist, dass auch in Mattersburg die Null steht”, sagte nun Trainer Heimo Pfeifenberger.

Unbelastet von internationalen Pflichten und erstmals in dieser Saison als Tabellenführer nimmt Meister Red Bull Salzburg am Sonntag live ORF eins ein Spiel in Angriff. Bei Nachzügler Ried sind die “Bullen” auf Sieg eingestellt: “Wir wollen oben bleiben”, kündigte Innenverteidiger Paulo Miranda an. Der Druck auf Ried ist ohnehin groß: Es droht das Abrutschen ans Tabellenende. Dass Ried unter Neo-Sportdirektor Franz Schiemer, der bis zuletzt als Co-Trainer bei Salzburgs Tochterclub Liefering tätig war, nun Vorteile gegen den Meister habe, verneinte Salzburg-Coach Oscar Garcia: “Er war bei uns Spieler und Co-Trainer und weiß Bescheid, wie hier in Salzburg gearbeitet wird. Ich denke aber, das tut nicht nur er, auch andere Vereine wissen, wie hier gespielt wird.”

(APA)

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