Streit um Wiener Stadthallenbad: Außergerichtliche Einigung zwischen Stadt und Generalplaner

Der Streit um da Wiener Stadthallenbad hat ein Ende.
Der Streit um da Wiener Stadthallenbad hat ein Ende. - © APA
Die Streitigkeiten um die missglückten Sanierungsarbeiten rund um das Wiener Stadthallenbad dürften ein Ende haben. Laut “Wiener Zeitung” (Freitagsausgabe) haben Generalplaner Georg Driendl und die Stadt eine außergerichtliche Einigung erzielt.

Beiden Seiten hatten sich zuvor mit Klagen bekriegt. Die Einigung wurde der “Wiener Zeitung” sowohl von Driendl als auch aus dem Büro von Sportstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) bestätigt. Details zu dem Deal gab es mit dem Verweis, Stillschweigen vereinbart zu haben, allerdings nicht.

Gerichtliche Streitigkeiten

Der Streit zog sich über mehrere Jahre und war von Klagen bzw. Forderungen in Millionenhöhe begleitet. 2010 begannen die Sanierungsarbeiten am 1974 von Roland Rainer erbauten Stadthallenbad. Ein Jahr später, kurz vor dem geplanten Eröffnungstermin, verhängte die Stadt allerdings u.a. wegen undichter Becken einen Baustopp. Eine Beweissicherung wurde eingeleitet, zusätzliche Mängel tauchten auf.

Renovierungsdebakel um Wiener Stadthallenbad

Stadt und Generalplaner stritten in der Folge darum, wer Schuld am Renovierungsdebakel habe. Das Sportamt warf Driendl Planungsfehler und nicht erbrachte Leistungen vor und klagte ihn auf Millionenhöhe. Der Architekt wiederum argumentierte, über den schlechten Zustand des Bades vor Beginn der Sanierung nicht informiert worden und somit für die Misere nicht verantwortlich zu sein. Er forderte zudem ausständige Honorare ein.

Ein gerichtliches Gutachten sah später grobe Fehler der Stadt bei der Vorplanung und gab Driendl somit Rückenwind. Die rechtlichen Streitigkeiten dürften nach der erzielten Einigung nun jedenfalls obsolet sein. Das Bad selbst konnte im Sommer 2014 – und damit drei Jahre später als geplant – wieder eröffnet werden.

(APA/Red)

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