Streit um Buslinie 13A in Wien-Neubau: Bezirk empfiehlt Umleitung über Stiftgasse

Die Ersatzroute des 13A in Wien-Neubau sorgt derzeit für Diskussionen.
Die Ersatzroute des 13A in Wien-Neubau sorgt derzeit für Diskussionen. - © APA/ROLAND SCHLAGER
Die Umleitung der Buslinie 13A, die während der Errichtung der U2-Verlängerung eine andere Route in Wien-Neubau fahren muss, sorgt weiter für Diskussionen. Der Bezirksvorsteher Markus Reiter hat am Donnerstag eine Umleitung über die Stiftgasse empfohlen.

Dies wäre eine “unkomplizierte Alternative”, zeigte er sich in einer Pressekonferenz überzeugt.

Wien. Dass die stark frequentierte Linie ab dem kommenden Jahr nicht mehr von der Mariahilfer Straße in die Kirchengasse einbiegen kann, sorgt seit längerer Zeit für Debatten. Denn die Wiener Linien schlagen vor, durch die Neubaugasse zu fahren – durch die der Bus bereits in die andere Richtung unterwegs ist. Die dort nötigen Umbauten und die Tatsache, dass das Gefährt dann gegen die Einbahn fahren würde, stoßen im Bezirk aber auf Kritik.

Notvariante: Buslinie 13A soll in Wien-Neubau geteilt werden

Die am Mittwoch der APA präsentierte “Notvariante” mit einer Teilung der Linie wird ebenfalls abgelehnt. “Eine zufriedenstellende Lösung für alle muss absolute Priorität haben”, betonte Reiter heute. Die Stiftgasse wäre seiner Ansicht nach eine vernünftige Lösung. Sie sei breit genug, außerdem sei der 13A dort während der Arbeiten in der Mariahilfer Straße bereits unterwegs gewesen. In der Neubaugasse einen 18 Meter langen Gelenksbus ohne eigene Fahrspur gegen die Fahrtrichtung zu führen, schaffe hingegen zahlreiche Probleme.

Wiener Linien gegen Linienführung des 13A in der Stiftgasse

Auch der Obmann des Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien, Rainer Trefelik, plädierte für die Stiftgasse. Die 250 Unternehmen in der Neubaugasse seien dagegen, dass der Bus dort fährt. In der Stiftgasse seien hingegen nur 24 Firmen betroffen – und diese hätten auch nichts gegen den 13A in ihrer Gasse, wie er versicherte. Er berichtete von einem bereits erfolgten Gespräch mit den Wiener Linien, die sich aufgrund des Baustellenverkehrs in der Stiftgasse jedoch gegen diese ausgesprochen hätten.

Doch Zu- und Abfahrten zur Baustelle werde man über Jahre hinweg auch in der Neubaugasse haben, gab er zu bedenken. Außerdem gebe es in der Stiftgasse deutlich mehr Spielraum – übrigens auch für die Unterbringung von Bau-Containern, wie Trefelik befand.

Der Bezirksvorsteher und der Handelschef ersuchten die Wiener Linien, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Reiter appellierte zudem an das Verkehrsunternehmen, künftige keine “ungeprüften Lösungen” mehr medial zu kolportieren.

(APA/Red)

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