Strache tauschte mit Van der Bellen “offen und ehrlich” Standpunkte aus

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BP Alexander Van der Bellen empfing am Mittwoch FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache
BP Alexander Van der Bellen empfing am Mittwoch FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz Christian Strache - © APA/HANS KLAUS TECHT
Am Mittwochnachmittag hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen den Gesprächsreigen mit den Parteichefs nach der Nationalratswahl fortgesetzt. Er traf FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache zu einer fast eineinhalbstündigen Aussprache in der Hofburg.

Die Freiheitlichen hätten eine große demokratische Legitimation erhalten, betonte Strache danach. Mit ernster Miene hatte Van der Bellen, der im Präsidentschaftswahlkampf zum Teil eine Angelobung einer Regierung mit blauer Beteiligung infrage gestellt hatte, Strache empfangen.

Strache konstatiert “sehr, sehr gutes, offenes und ehrliches Gespräch”

Vor der Hofburg hatte sich sogar ein Gegendemonstrant positioniert, der angebliche Verstrickungen der FPÖ in rechtsextreme Kreise thematisierte. Dennoch schien die Unterredung freundlich verlaufen zu sein. “Es war ein sehr, sehr gutes, offenes und ehrliches Gespräch”, meinte Strache im Nachhinein. Man habe die jeweiligen Positionen sehr offen besprochen.

Strache bezweifelt nicht, dass Van der Bellen eine Regierung mit FPÖ-Beteiligung angeloben würde. Allerdings: “Wenn es um Ministervorschläge geht, ist es selbstverständlich, dass der Herr Bundespräsident die Bewertung treffen wird.” Dass dieser sich bereits gegen eine freiheitliche Beteiligung in bestimmten Ressorts ausgesprochen habe, will der FPÖ-Obmann nicht ganz glauben.

Van der Bellen, die FPÖ und die EU

Zum größten Kritikpunkt Van der Bellens an der FPÖ, zur Haltung gegenüber der EU, meinte Strache folgendes: “Wir sind pro-Europa. Wir sind kritisch gegenüber der europäischen Unionsinstitution.” Gleichzeitig betonte er, dass es noch weitere Gespräche zwischen ihm und dem Staatsoberhaupt geben werde. Strache ging abermals davon aus, dass ÖVP-Obmann Sebastian Kurz als Chef der stärksten Partei den Regierungsbildungsauftrag erhalten werde.

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(apa/red)

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