Stiefbruder in Währing mit Kopfschuss getötet: Banker bleibt in U-Haft

Banker durch Kopfschuss getötet: Schießgutachten wird ergänzt
Banker durch Kopfschuss getötet: Schießgutachten wird ergänzt - © APA
Nachdem ein Banker seinen Stiefbruder in einer Wohnung in Wien-Währing in der Nacht auf den 18. September zu Tode gebracht hat, wird nun auf Antrag des Verteidigers das Schießgutachten erweitert. Der Mann bleibt vorerst in Untersuchungshaft.

“Die Staatsanwältin hat den Schießsachverständigen mit der Ergänzung beauftragt”, bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Korneuburg, Friedrich Köhl, am Dienstag, den 15. Dezember einen “Kurier”-Bericht.

Banker bleibt in U-Haft

Der Beschuldigte bleibt weiterhin in Korneuburg in U-Haft. “An der Verdachtslage hat sich nichts geändert. Das Ermittlungsverfahren wird weiterhin wegen Mordverdachts geführt”, sagte Köhl. Laut dem Verteidiger des Wieners, Philipp Winkler, “geht es um die Frage: War es ein Unfall oder nicht?” Es sollen Details zu zwei Punkten ergänzt werden, sagte Winkler auf APA-Anfrage, ohne Näheres nennen zu wollen.

Obwohl der Vorfall in Wien passiert ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft Korneuburg. Damit wollen die Strafverfolgungsbehörden jeglichen Anschein einer möglichen Befangenheit vermeiden, weil die Ex-Frau des Beschuldigten bei der Staatsanwaltschaft Wien arbeitet.

Stiefbruder in Währing getötet

Der 42-jährige Banker, der im gleichen Unternehmen wie sein Stiefbruder beschäftigt war, wurde von einem Projektil der Waffe in den Kopf getroffen. Der 44-Jährige hatte in der Nacht des Vorfalls die Polizei gerufen und von einem Unfall gesprochen. Bei seiner Festnahme hatte er mehr als zwei Promille Alkohol im Blut. Laut seinen Angaben hatte er seinem Stiefbruder eine seiner beiden Waffen gezeigt, die er legal besessen hat, als sich unabsichtlich ein Schuss löste.

>> Lokalaugenschein in Währing

(APA)

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