Sternschnuppenstrom der Perseiden über Wien: Infos zur Beobachtung

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Die Sternschnuppen des Perseidenstroms sollen heuer gut zu sehen sein
Die Sternschnuppen des Perseidenstroms sollen heuer gut zu sehen sein - © dpa (Sujet)
Gute Nachrichten für Fans von Himmelsschauspielen: Das Maximum des alljährlichen Sternschnuppenstroms der Perseiden wird heuer kaum durch die Helligkeit des Mondes gestört. Astronomie-Verbände und Sternwarten in Wien laden Mittwochnacht zum gemeinsamen Beobachten.

Der Mond stört die Sicht auf den Sternschnuppenstrom der Perseiden heuer nicht. Vorausgesetzt der Nachthimmel ist klar, wird der Sternschnuppen-Regen am besten in der Nacht von Mittwoch (12. August) auf Donnerstag zwischen 23.00 und 4.00 Uhr zu sehen sein.

Mond sorgte zuletzt für getrübte Sicht

Im vergangenen Jahr war die Sicht auf das wiederkehrende Ereignis entscheidend getrübt: Just um den Zeitpunkt der besten Sichtbarkeit des Meteorstroms erreichte der Mond seinen erdnächsten Punkt. Der sogenannte “Supervollmond” machte Fans des kosmischen Feuerwerks einen Strich durch die Rechnung.

Gute Sichtbarkeit der Perseiden-Sternschnuppen

Heuer zeigen sich die Mondphasen gnädiger: Neumond fällt auf den 14. August, was Dunkelheit garantiert. Wie viele Sternschnuppen in der Nacht auf Donnerstag zu sehen sein werden, sei stark davon abhängig, wann und wo beobachtet wird, teilte die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) mit. In Wien wird es ab etwa 21.30 Uhr dunkel genug sein, um die hellsten Meteore zu sehen, die um diese Zeit allerdings noch selten sind.

“Am Abend sind es generell noch weniger. Im Hochgebirge können es zur Morgendämmerung hin, also gegen 3.00 bis 4.00 Uhr, über 100 pro Stunde werden, im Umland von Wien nicht einmal halb so viele. Am Stadtrand werden es schon weniger als 15 pro Stunde und in der Innenstadt gerade einmal drei bis fünf – und das vorausgesetzt, man kann den ganzen Himmel überblicken”, erklärte Alexander Pikhard von der WAA. Trotz der guten Aussichten bleibt Beobachtern in unseren Breiten das absolute Maximum aber verborgen, da der Meteorstrom in den frühen Vormittagsstunden am dichtesten sein wird.

Sternschnuppenparty am 12. August im Planetarium Wien

Alle Astronomie-Begeisterten sind am Mittwoch, dem 12. August, um 19 Uhr herzlich in das Planetarium der Stadt Wien (2., Oswald Thomas-Platz 1, beim Riesenrad) eingeladen, um das Himmelsspektakel gemeinsam zu erleben. Nach einer kostenlosen Show (geeignet ab 5 Jahren) geht’s ab auf die Wiese vor dem Planetarium, um den Meteorschauer zu beobachten. Auf selbst mitzunehmenden Decken lässt sich der Himmel besonders gemütlich im Liegen bestaunen. Bei Fragen steht Planetariums-Direktor Werner Gruber mit seinem kompetenten und erfahrenen Astronomen- und Sternbeobachter-Team zur Verfügung. Vor dem Planetarium werden zudem Teleskope aufgestellt, um Merkur und Saturn zu beobachten.

Mehr zur Veranstaltung im Planetarium lesen sie hier. Auch in der Kuffner Sternwarte gibt es dazu eine Veranstaltung.

Die Sichtbarkeit der Perseiden 2015

Die Perseiden können 2015 von Mitte Juli bis in die dritte Augustwoche beobachtet werden, besonders stark zwischen 11. und 13. August. Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens. In einer dunklen Nacht fern von künstlichem Licht kann etwa alle zwei Minuten eine Erscheinung erwartet werden. Der Mond stört dieses Jahr nicht die Beobachtung.

Was ist eine Sternschnuppe?

Sternschnuppen entstehen, wenn kleinste Partikel und Staubkörner mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen, dort verglühen und in der Luft Leuchteffekte hervorrufen. Solcher Staub kann von Kometen stammen, die auf ihren Runden um die Sonne einen Teil ihres Materials verlieren. Diese winzigen Partikel umkreisen weiter auf der Bahn des Kometen die Sonne. Kreuzt die Erde diese Bahn, erzeugen die Staubteilchen einen sogenannten Meteorschauer.

Perseiden-Sternschnuppen:  “Tränen des Laurentius”

Alljährlich Mitte August kreuzt die Erde die Bahn des Kometen Swift-Tuttle, dessen Staubspur den Sternschnuppen-Regen der Perseiden erzeugt. Der Name kommt daher, weil es so aussieht, als würden Sterne aus dem Sternbild des Perseus fallen. Der Meteorstrom wird auch “Tränen des Laurentius” genannt, weil sein Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius am 10. August zusammenfällt und als Tränen des Himmels über dessen Martyrium gedeutet wurden.

So sieht man das Himmelsschauspiel

Zur Beobachtung von Meteorschauern braucht man keine optischen Hilfsmittel wie Ferngläser oder gar Fernrohre: Am besten geht es mit dem freien Auge, raten die Astronomen. Wichtig sei ein freier Blick auf den ganzen Himmel, am bequemsten sei die Beobachtung im Liegen. Wiesen oder Felder außerhalb der Stadt würden sich besonders gut anbieten.

Die WAA lädt bei Schönwetter am Mittwoch ab 21.00 Uhr zur Perseidennacht auf die Sofienalpe in Wien. Die Sternschnuppenparty des Planetarium Wien/VHS geht um 19.00 Uhr auf der Kaiserwiese in Wien-Leopoldstadt über die Bühne, von wo aus auch gemeinschaftlich beobachtet werden wird. Der Verein Kuffner-Sternwarte organisiert einen um 22.00 Uhr beginnenden Beobachtungs-Spaziergang in Großmugl (Niederösterreich).

Weitere Informationen zu den Perseiden finden Sie hier.
(apa/red)

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