Sternschnuppen über Wien: Ergiebigster Meteorstrom am Montag sichtbar

Am Montag kann man über Wien Sternschnuppen erspähen.
Am Montag kann man über Wien Sternschnuppen erspähen. - © dpa (Symbolbild)
Am Montag wird mit den Geminiden der ergiebigste Meteorstrom des Jahres erwartet. Bis zu 120 Sternschnuppen können pro Stunde auch über Wien erspäht werden.

Wie der UBIMET Wetterdienst in einer Aussendung mitteilte, könnte Hobbyastronomen in Wien allerdings das Wetter einen Strich durch die Rechnunge machen.

Geminiden: Sternschnuppen über Wien

Die Geminiden treten etwa zwischen dem 4. und 17. Dezember auf. „Heuer tritt das Maximum am Montag, den 14. Dezember, zu einem günstigen Zeitpunkt um etwa 19 Uhr ein. Von der astronomischen Seite steht einer ungestörten Beobachtung nichts im Wege, denn die erst drei Tage alte Mondsichel geht am Abend rasch unter und sorgt so für einen dunklen Nachthimmel”, weiß UBIMET-Meteorologe Konstantin Brandes. Damit sind am Montagabend zu familienfreundlicher Uhrzeit bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen, die vor allem in Richtung Osten für wenige Sekunden aufleuchten.

 Hochnebel könnte Spielverderber sein

Vor allem im Westen und Süden wird man einen ungestörten Blick auf die Sternschnuppen genießen können. Die besten Beobachtungschancen ergeben sich in Vorarlberg (abseits des Bodensees), in Nordtirol, in den Salzburger Gebirgsgauen sowie im Bergland Kärntens und der Steiermark. „Vom Flachgau über Ober- und Niederösterreich, Wien bis zum Burgenland versperrt hingegen vielerorts dichter Hochnebel die Sicht auf die Geminiden“, so Brandes.

Freier Blick auf Sternschnuppen

Die Geminiden entströmen scheinbar dem Sternbild Zwillinge. Dieses steht am Abend tief am Horizont zwischen Ost und Nordost. Daher sollte man in diese Himmelsrichtungen eine freie Sicht zum Horizont haben. „Um die Sternschnuppen zu sehen braucht man keine Kenntnisse über die Sternbilder und auch keinerlei optische Geräte”, ermutigt Brandes zur Beobachtung. Allerdings sollte man sich etwas Zeit nehmen, denn pro Minute tauchen meist nicht mehr als ein bis zwei Sternschnuppen auf. Künstliches Licht stört die Beobachtung dabei erheblich. Die besten Bedingungen – sofern das Wetter mitspielt – ergeben sich damit auf dem Land und im Gebirge. In den großen Städten hingegen wird man aufgrund der Lichtverschmutzung wohl nur die helleren Sternschnuppen sehen können.

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