Startschuss für Erweiterungsbau der Universität für angewandte Kunst

Am Mittwoch war Baustart für den Erweiterungsbau der Angewandten.
Am Mittwoch war Baustart für den Erweiterungsbau der Angewandten. - © Josef Andraschko_RIEPLKAUFMANNBAMMER ARCHITEKTUR
Am Mittwoch fiel der lang ersehnte Startschuss für den Erweiterungsbau der Universität für angewandte Kunst in Wien. In Zukunft soll den Studierenden dadurch mehr Nutzfläche zur Verfügung stehen.

Der 6. Juli wird Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, als “wirklich schöner und lang ersehnter Tag” in Erinnerung bleiben. Am Mittwoch, fiel der Startschuss für den seit Jahren erhofften Erweiterungsbau in der Vorderen Zollamtsstraße 7, der Studierenden ab 2018 9.500 Quadratmeter mehr an Nutzfläche bringen wird.

“Die Notwendigkeit und die Dringlichkeit für neue Räumlichkeiten waren evident”, so Bast, der darauf verwies, dass die Angewandte seit dem letzten Erweiterungsbau in den 1960er-Jahren wegen rasant steigender Studierendenzahlen (von rund 560 damals auf über 1.800 heute) zunehmend an Platzmangel litt.

Angewandte erhält bis 2018 neuen Erweiterungsbau

Als Generalplaner für beide Bauprojekte, in die laut Hans-Peter Weiss, Geschäftsführer der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), 66 Mio. Euro investiert werden, fungiert das Architekturbüro Riepl Kaufmann Bammer, das im Februar 2015 als Sieger im Verhandlungsverfahren hervorgegangen ist.

Das Gebäude in der Zollamtsstraße, das in Gehdistanz zum nahe gelegenen Uni-Hauptgebäude am Oskar-Kokoschka-Platz liegt, wurde früher vom Finanzministerium genützt und diente im vergangenen Jahr als Notquartier für Flüchtlinge. Geplant ist eine völlige Neugestaltung des Innenraums, die denkmalgeschützte Fassade bleibt erhalten.

Das Gebäude wird entkernt, die neuen Räumlichkeiten ordnen sich um ein großes, überdachtes Atrium an, das auch als Veranstaltungsraum dienen soll. Hierfür werden einige Mittelspangen entfernt, entstehen soll ein “nach innen gerichteter Campus”, so Weiss.

“Schwarzer Trakt” im Hauptgebäude wird ebenfalls saniert

Der “Schwanzer Trakt”, aus dem die Universität vor geraumer Zeit ausziehen musste, soll rückgebaut werden, wodurch auch eine “bessere Durchgängigkeit erzielt werden soll, so Rektor Bast. Neben der Rückführung auf den Ursprungscharakter setzt man u.a. auch auf optimierten Brandschutz, neue Sanitäranlagen sowie Heizungs- und Lüftungsanlagen. Die Investitionskosten der BIG belaufen sich hier auf 27 Mio. Euro, während für das Gebäude in der Zollamtsstraße mit 39 Mio. Euro projektiert wurden.

Der Erweiterungsbau für die Angewandte hat eine lange Geschichte. Zuletzt waren Erweiterungspläne im Jänner 2014 gescheitert: Wegen Platzmangels und des desolaten Zustands hatte das Gebäude der Angewandten eigentlich ab Mitte 2013 saniert und um 10.000 Quadratmeter erweitert werden sollen. Für das Projekt war ein Architekturwettbewerb abgehalten worden, im Februar 2012 wurde das Siegerprojekt des Architekten Wolfgang Tschapeller präsentiert. Schließlich zog das Wissenschaftsministerium zurück, nachdem die Kosten für das Projekt sich innerhalb eines Jahres auf 105 Mio. Euro verdoppelt hätten und das Finanzministerium das nicht finanzieren wollte.

(APA/Red)

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