Stars in der Jojo-Falle

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Stars in der Jojo-Falle
Sie sind schön, reich und erfolgreich, doch vor einem Phänomen sind selbst Stars nicht geschützt – dem berüchtigten Jo-Jo-Effekt.

Wochenlang regiert die Disziplin. Von Schokolade bis Zwiebelkuchen - alles verboten. Stattdessen gibt es staubtrockene Reiswaffeln, zuckerfreie Kräutertees und fettfreie Gemüsebrühe. Da muss man sich doch jetzt zur Belohnung mal ein winziges Schokoriegelchen gönnen dürfen - noch besser in Kombination mit einem großen Becher Latte Macchiato. Und, schwupps, ist man schon wieder mitten hineingesprungen - in eine der zahllosen Fallen, die nach fast jeder Diät überall lauern. Was dann passiert, bezeichnet man als Jo-Jo-Effekt. Eben war der Speck noch weg, jetzt ist er wieder da. Nicht selten sogar mehr als je zuvor.

Abnehmen, zunehmen, abnehmen … Auch viel Stars kennen dieses leidige Problem

An Janet Jackson, 43 oder Oprah Winfrey, 55, ließ sich dieser hinterhältige Mechanismus in den letzten Jahren sehr plastisch mitverfolgen. Die Kurven kamen und gingen - die Kleidergröße wechselte von 54 zu 36, um sich dann irgendwann wieder bei 48 einzupendeln. Kein Problem, mag man denken, das Budget dieser Stars, zu denen unter anderem auch Jennifer Love Hewitt, 30, oder Lily Allen, 24, zählen, dürfte ausreichen, um den Kleiderschrank der jeweils neuen Leibesfülle wieder anzupassen.

Doch neben den körperlichen Faktoren schlägt der Jo-Jo-Effekt aber auch aufs Gemüt bzw. das Selbstwertgefühl: Kelly Osbourne, 24, berichtete schon von einem Gefühl des „Kontrollverlusts“. Wer hart abgenommen hat und dann sofort wieder zunimmt, empfindet sich als Versager und macht sich schwere Selbstvorwürfe.

Diät schlägt zurück

Der Jojo-Effekt schadet auch der Gesundheit. Wissenschaftler am Fred Hutchinson Krebsforschungszentrum in Seattle, USA, haben nachgewiesen, dass die Funktion des Immunsystems entsprechend der Anzahl von JoJo-Diäten abnimmt. In einer kürzlich vorgestellten Studie wurde bei 114 übergewichtigen, aber gesunden Frauen die Aktivität der Killer Zellen gemessen. Killer-Zellen zerstören entartete oder von Viren befallene Zellen. Bei Frauen, die über die letzten 20 Jahre mehr als fünfmal Gewicht verloren hatten, hatte sich die Funktion der Killerzellen um ein Drittel reduziert. Hingegen hatten Frauen, die ihr Gewicht für mindesten fünf Jahre gehalten hatten, eine 40 % höhere Killerzellenaktivität als Frauen, deren Gewicht weniger als zwei Jahre dasselbe geblieben war.

Essen mit Köpfchen

Der Jo-Jo-Effekt kann vermieden werden, wenn die Diät nicht zu radikal ist, so dass der Körper nicht auf den Hungerstoffwechsel umschaltet. Außerdem muss es zu einer dauerhaften Ernährungsumstellung kommen, die die bisherige Überernährung vermeidet.

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