Starke Feinstaub-Belastung durch Wetter

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Starke Feinstaub-Belastung durch Wetter
An den Messstellen in Feldkirch und in Dornbirn ist bei Feinstaub die Kategorie fünf auf der sechsteiligen Skala erreicht worden. Gründe sind für das Umweltinstitut die Wetterlage und der Vollbetrieb der Heizanlagen.

Die Wetterlage hat im Vorarlberger Rheintal in den vergangenen Tagen zu einer hohen Feinstaubbelastung geführt. In Feldkirch und Dornbirn ergab der Luftqualitätsindex die Noten sechs („sehr schlecht“) und fünf („schlecht“) auf der sechsstufigen Bewertungsskala. Umwelt-Landesrat Erich Schwärzler (V) richtete am Mittwoch einen Appell an die Bevölkerung, verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen und richtig zu heizen.

Während die Feinstaubbelastung in Feldkirch am Dienstag einen Tagesmittelwert von 119 Mykrogramm/Kubikmeter erreichte, waren es in Dornbirn 98 Mykrogramm/Kubikmeter. Am Mittwoch lag der bis dahin gemessene Maximalwert am Nachmittag bei 122 (Feldkirch) bzw. 98 Mykrogramm/Kubikmeter. Der Feinstaub-Grenzwert von 50 Mykrogramm/Kubikmeter wurde damit um über bzw. beinahe das Doppelte überschritten.

Schwärzler bezeichnete die Tage mit geschlossener Nebeldecke als für die Tallagen „problemreich“. Auf Grund der Inversionswetterlage würde alle Messstationen im Rheintal sowohl auf Vorarlberger als auch auf Schweizer Seite erhöhte Luftwerte aufweisen. Das Land werde das beschlossene “30+1“-Maßnahmenprogramm gegen Feinstaub und Stickoxide sowie die lokalen Maßnahmenpläne für Feldkirch und Dornbirn weiterhin konsequent umsetzen, betonte der Umwelt-Landesrat.

Schon wieder das Feinstaubproblem

„Offensichtlich greifen gerade in der Stadt Feldkirch die Maßnahmen des Landes zur Eindämmung der Feinstaubproblematik nicht. Meines Erachtens gehört das ‚30+1-Punkte-Maßnahmenprogramm‘ strenger umgesetzt sowie die Förderpolitik in Sachen Heizanlagen überdacht“, fordert SPÖ-Umweltsprecherin LAbg. Olga Pircher weitere Maßnahmen, um dem Feinstaub Herr zu werden.

Wenn nun nämlich die Heizanlagen die Hauptlast an der Feinstaubbelastung tragen würden, müsse mehr getan werden, wie im genannten Programm der Landesregierung angeführt werde. Dazu bedürfe es aber, so Pircher, einer offensiven Förderpolitik in Sachen Heizungen.

Ebenso sei auffällig, so die SPÖ-Umweltsprecherin weiter, dass Tempolimits zwar eingeführt worden seien, die Einhaltung derselben aber nur sehr lasch oder gar nicht überprüft werde. Zwar würde der größere Teil der Autofahrerinnen und Autofahrer die Tempolimits beachten, dennoch komme es oft vor, dass die neue Beschilderung offenbar kein Anlass ist, das Tempo entsprechend zu drosseln. „Wenn wir reduzierte Tempolimits haben, die nicht kontrolliert werden, kann man gleich drauf verzichten. Und was die Heizanlagen anbelangt, so verlange ich von der Landesregierung, dass sie in die Offensive geht und die Förderpolitik entsprechend adaptiert“, schließt die SPÖ-Umweltsprecherin. (Quelle: Presseaussendung SPÖ Vorarlberg)

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