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Stage Director Marvin Dietmann will "das Maximum herausholen"

Stage Director Marvin Dietmann vor der ESC-Bühne.
Stage Director Marvin Dietmann vor der ESC-Bühne. ©APA
Nicht nur die Gesangskünste, sondern auch die Bühnenshows der 40 Teilnehmer der Eurovision Song Contests spielen eine große Rolle. Stage Director Marvin Dietmann passt die Showkonzepte an die Gegebenheiten in der Wiener Stadthalle an und will "das Maximum herausholen".
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Wie sieht Ihr Aufgabenbereich konkret aus?Marvin Dietmann: Meine Aufgabe als Stage Director ist, dass ich alle 40 Teilnehmer auf der Bühne einstelle – mit allem, was technisch relevant ist. Das bedeutet, ihr Konzept so auf die Bühne zu bringen, dass es funktioniert, wofür wir es anpassen. Es geht also darum, die technischen wie künstlerischen Belange gleichermaßen zur optimalen Wirkung zu bringen.

Wie intensiv beschäftigt man sich dafür im Vorfeld mit den Beiträgen?

Ganz extrem, weil das natürlich der Anfang und das Ende sein soll. Wir versuchen herauszufinden, was die Grundintention des Songs ist, um ihnen dann am besten helfen zu können. Es heißt ja nicht, dass deren Vorschläge und Ideen immer die optimale Version für unsere Bühne sind. Aber wir wollen natürlich, dass sie genau das bekommen, was sie gerne hätten. Also ist die Geschichte, die sie erzählen wollen, ganz wichtig. Davon ausgehend versuchen wir sie so zu betreuen, dass wir am Ende des Tages das Maximum herausholen.

Was ist in dieser Hinsicht die größte Herausforderung?

Das Rausfiltern ist das Schwierigste. Grün ist ja nicht immer grün und blau nicht immer blau. Man muss also dahinterkommen, was die Delegationen gerne hätten, und ihnen das auch liefern, damit sie am Ende des Tages mit dem Gesamtkonzept zufrieden sind. Das hat mit Kameraführung zu tun, mit Licht, mit Content – es gibt einfach viele Ebenen, die wir bedienen. Das muss zusammenkommen und funktionieren, das ist essenziell. Und so viel Zeit haben wir auch nicht, es gibt ja nur zwei Proben für jeden. Daher gibt es viele Gespräche im Vorfeld. Aber zwischen gesprochenem Wort und umgesetzten Dingen ist oft ein großer Unterschied.

Die Bühne hat sich bei den Proben bereits sehr wandlungsfähig gezeigt. Was ist für Sie die Besonderheit an dem Setting beim diesjährigen ESC?

Definitiv die Dimension. Es ist zwar schon mein fünfter Song Contest, ich habe also schon ein paar Jahre die andere Seite begutachten und erleben dürfen, was natürlich hilft. Was aber definitiv eine Herausforderung ist: Alle 40 Länder in der gleichen Professionalität und Intensität so zu betreuen und zu bedienen, dass es ein fairer Wettbewerb sein kann. Denn am Ende des Tages ist es einfach ein Wettbewerb und es ist uns allen wichtig, dass wir einen Support liefern, der toll ist und besser nicht geht.

Was wäre denn für Sie ein Worst Case bei einer der Live-Shows?

Natürlich kann von den technischen Belangen her immer etwas passieren, aber es gibt sehr viele Back-ups. Wir haben meist eine A-, B- und sogar C-Lösung für solche Fälle. Gerade bei so einer großen Show kann daher fast nichts passieren. Es gibt eine Lösung für alles. (APA)

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