Staatsoper: Garanca als Lichtblick in “Samson et Dalila”

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Elena Garanca als Dalila und Roberto Alagna als Samson bei der Probe
Elena Garanca als Dalila und Roberto Alagna als Samson bei der Probe - © APA (Wr. Staatsoper)
Ein Opernabend, der “Dalila” heißen müsste. Elina Garanca ist als biblische Verführerin der einsame Lichtblick in der neuen Staatsopern-Produktion von Camille Saint-Saens “Samson et Dalila”. Sie glänzte bei der Premiere am Samstagabend nicht nur mit der Noblesse ihres Mezzo, sondern auch als einziger Fokalpunkt der zurückhaltenden, oftmals unschlüssigen Inszenierung von Alexandra Liedtke.

Die Regisseurin und Staatsoperndebütantin sah sich für ihr reduziertes, im Hamsterrad einer psychologischen Erzählweise oftmals nicht vom Fleck kommendes Arrangement der Geschichte mit lautem Publikumsmissmut konfrontiert. Dass ihr dabei vor allem im zweiten Satz durchaus dichte Szenen und eine spannende Aufladung der Dalila-Figur gelungen sind, war nach dem diffusen Finalakt wohl schon vergessen. Bejubelt wurde dagegen – neben Garanca – auch ihr kraftstrotzender Konterpart, Roberto Alagna, sowie Marco Armiliato für ein ausgewogenes, sängerfreundliches Dirigat.

(APA)

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