Staatsanwälte: Drei Jahre Haft für Berlusconi

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Die Mailänder Staatsanwälte haben das Gericht aufgefordert, Italiens Ex-Premierminister Berlusconi wegen Steuerbetrugs zu drei Jahren und acht Monaten Haft zu verurteilen. Für Fedele Confalonieri, Präsident der Berlusconi eigenen TV-Gruppe Mediaset, forderten die Staatsanwälte drei Jahre und vier Monate Haft. Die höchste Haftstrafe – sechs Jahre – wurde für den Banker Paolo Del Bue gefordert.

Bei dem Verfahren in Mailand geht es um den Verdacht des Betrugs und der Unterschlagung beim Kauf von Filmrechten für Berlusconis Medienkonzern Mediaset in den 1990er Jahren. Berlusconi und rund einem Dutzend Mitangeklagten werden unter anderem Bilanzfälschung und Steuerbetrug vorgeworfen. Mediaset soll Filmrechte über Firmen in Steueroasen gekauft haben. Den italienischen Finanzbehörden sollen überhöhte Kaufpreise angegeben worden sein, um Steuern zu sparen.

Gegen den Ex-Premier läuft noch ein Prozess im Zusammenhang mit der Sexaffäre um die “Ruby” genannte minderjährige Marokkanerin Karima al-Marough. Die Mailänder Staatsanwaltschaft wirft Berlusconi vor, das Mädchen bei ausschweifenden Partys zwischen Februar und Mai 2010 für Sex bezahlt zu haben. Berlusconi wird auch des Amtsmissbrauchs beschuldigt.

 

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