Spritzen in S-Bahn-Sitz versteckt: Überwachungsbilder werden ausgewertet

Die Überwachungsbilder aus dem Zug sollen nun ausgewertet werden.
Die Überwachungsbilder aus dem Zug sollen nun ausgewertet werden. - © APA/LPD Wien
Nachdem am Freitag in einem ÖBB-Zug in Wien-Floridsdorf eine gebrauchte Einwegspritze gefunden wurde, sind nun der Polizei die Bilder aus der Videoüberwachung des Zuges übermittelt worden.

Die Auswertung der Bilder wird einige Zeit in Anspruch nehmen, hieß es vonseiten der Exekutive am Dienstag. Weitere derartige Vorfälle hat es nicht gegeben.

Am Freitag wurde eine Frau verletzt, nachdem Unbekannte in der S7 Einwegspritzen mit gebrauchten Kanülen in einem S-Bahn-Sitz platziert haben. Die 21-Jährige stieg am Vormittag bei der Station Siemensstraße ein und war am Weg zum Praterstern. Die Spritze war zwischen Rückenlehne und Sitzplatz so platziert, dass man sich beim Hinsetzen sticht. Am Praterstern informierte die Frau Beamte der Bereitschaftseinheit.

Spritze in Satzplatz: ÖBB-Zug wurde eingezogen, weitere Erhebungen

Der Zug wurde daraufhin eingezogen. Polizisten und ÖBB-Mitarbeiter durchsuchten die Garnitur und fanden sechs weitere Einwegspritzen. Erst im April entdeckte ein Triebwagenlenker der Badner Bahn in einem Sitz zwei Einwegspritzen mit gebrauchten Kanülen.

Das Landeskriminalamt Wien überprüft nun, ob es Parallelen zwischen den Fällen gibt. Die Untersuchungen zu Fingerabdrücken, DNA und Toxikologie der Spritzen aus Wien werden allerdings einige Wochen in Anspruch nehmen.

(APA)

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