Sport ist Mord: Fußball ist nach Schifahren für Österreicher am gefährlichsten

Pro Tag verletzten sich in Österreich 28 Menschen beim Fußball.
Pro Tag verletzten sich in Österreich 28 Menschen beim Fußball. - © AP Photo/Efrem Lukatsky
Pro Tag landen in Österreich durchschnittlich 28 Hobbykicker wie Vereinsspieler nach einem Match im Spital. Fußball ist damit nach dem Skifahren die zweitgefährlichste Breitensportart, die Herr und Frau Österreicher betreiben: Für rund 8 Prozent aller Spieler endet die Jagd nach dem runden Leder im Laufe eines Jahres mit einer erheblichen Verletzung.

46.900 Österreicher verletzten sich laut Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) im vergangenen Jahr beim Kicken derart, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. In den vergangenen drei Jahren stieg diese Zahl um fast ein Viertel. 90 Prozent aller Verletzungen betreffen den Bewegungsapparat, naturgemäß überwiegend die Beine. Muskel-, Bänder- und Sehnenverletzungen ereignen sich laut Statistik am häufigsten, gefolgt von Knochenbrüchen und Prellungen. Auch Kopfverletzungen nahmen in den vergangenen Jahren deutlich zu und liegen bereits bei etwa fünf Prozent.

Fußball wesentlich körperbetonter als früher

Fußball wird heute auch im Amateur- und Hobbybereich wesentlich körperbetonter als früher gespielt. “Rund ein Drittel der Verletzungen geschieht im direkten Kontakt mit einem Gegenspieler – ein Wert, den man sonst nur aus Kampfsportarten kennt”, betonte das KFV. Nicht zuletzt deshalb ist bereits jeder zehnte Leistungsfall in der Unfallversicherung der Allianz auf Fußball zurückzuführen. Die Fitness und Belastbarkeit der Spieler halte mit ihren ehrgeizigen Ambitionen oft nicht Schritt, so die Versicherung. Wichtig sei eine realistische Einschätzung der eigenen körperlichen Leistungsfähigkeit, unbedingt aber ein umfangreiches Aufwärm- und Dehnprogramm.

(APA/red)

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