Spitalsärzte: 93,45 Prozent der Wiener Ärzte sind streikbereit

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Spitalsärzte - 93,45 Prozent der Wiener KAV-Ärzte bereit zum Streik
Spitalsärzte - 93,45 Prozent der Wiener KAV-Ärzte bereit zum Streik - © APA (Sujet)
Der Streit zwischen der Stadt Wien und den Ärzten scheint kein baldiges Ende nehmen: 93,45 Prozent der Ärzte in den Gemeindespitälern haben bei einer Befragung ihre Streikbereitschaft signalisiert.

Das teilte die Kammer am Donnerstag per Aussendung mit. Ob es tatsächlich zu Kampfmaßnahmen kommt, wird die Kurie angestellte Ärzte am Mittwoch beraten bzw. eventuelle Schritte beschließen.

Spitalsärzte und Ärzte diskutieren

Grund für das von der Standesvertretung initiierte Votum ist der inzwischen monatelange Streit rund um die Umsetzung der neuen Arbeitszeitrichtlinien für Spitalsärzte. Knackpunkt war dabei bis zuletzt vor allem die Bezahlung der Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste. Die Ärztekammer fordert eine zusätzliche Abgeltung dieser Dienste. Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) verweigert diese u.a. mit Verweis auf die bereits beschlossene 30-prozentige Anhebung der Ärztegrundgehälter.

Wehsely will keine Gespräche

Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) will trotz der am Donnerstag bekundeten Streikbereitschaft der Ärzte in den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) derzeit nicht mit der Ärztekammer sprechen. “Solange die Verhandlungsführung der Ärztekammer ausschließlich auf Erpressung in Vorwahlzeiten ausgerichtet ist, sind weitere Gespräche nicht zielführend”, so Wehsely gegenüber der APA.

Stattdessen soll nun noch einmal verstärkt informiert werden, um Verunsicherung bei den Mitarbeiten zu beseitigen. Die laufende Informationsoffensive soll noch einmal verstärkt und ein intensiver Dialog mit den Mitarbeitern geführt werden. “Die Stadt hat sich in den Verhandlungen stark bewegt und ist den ÄrztInnen in finanziellen und strukturellen Fragen wesentlich entgegen gekommen. Der Abschluss ist im Vergleich zu den Abschlüssen im AKH und in den Wiener Ordensspitälern, aber auch im Vergleich zu den anderen Bundesländern, sehr attraktiv”, betonte die Ressortchefin in einer Stellungnahme.

>> Unruhe bei den Spitalsärzten

(APA)

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