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26. November 2008 10:40; Akt.: 26.11.2008 10:40

Spieleentwickler kämpfen um gesellschaftliche Akzeptanz

Die Computer- und Videospielebranche ist nicht nur einer der weltweit größten Wachstumsmärkte, sondern erzielt mittlerweile höhere Umsätze als die Filmindustrie. Trotzdem ist wenig bekannt, dass die Entwicklung dieser Spiele eine echte, ernstzunehmende Arbeit ist.

Selbst die Handy-Hersteller brauchen Spieleentwickler; der Trend hat weiter kräftige Wachstumstendenzen. In Anbetracht der starken Zuwächse steigt auch das Interesse an diesem Beruf.

“Die Zahl der Leute,
die sich für einen Job als Spieleentwickler interessieren, ist in letzter
Zeit deutlich gestiegen. Das Problem ist nur, dass die meisten gar nicht
wissen, welche Ausbildungsmöglichkeiten es in diesem Bereich überhaupt
gibt”, erklärt Chris Chiu, Programmierer beim österreichischen
Entwicklerstudio Sproing. Ausschlaggebend für dieses Problem sei vor allem das fehlende
Bewusstsein innerhalb der Öffentlichkeit. “Vielen ist gar nicht bewusst,
dass Spieleentwickler überhaupt ein echter Beruf ist. Das liegt zum Teil
wohl auch darin begründet, dass es der Spielebranche immer noch an
gesellschaftlicher Akzeptanz fehlt”, so Chiu.

“Vielen Leuten ist
nicht bewusst, dass Spiele heutzutage nicht mehr von Freaks mitten in der
Nacht in ihren Schlafzimmern geschaffen, sondern von professionellen
Teams entwickelt werden”. Das fehlende Bewusstsein für
den Beruf an sich sei letztendlich sicher auch mit verantwortlich dafür,
dass die Mehrheit der Öffentlichkeit nicht über die entsprechenden
Ausbildungsmöglichkeiten Bescheid weiß. Dabei seien die Jobaussichten zur
Zeit äußerst vielversprechend.

Für Berufsinteressenten sei es zunächst einmal nötig zu wissen, dass die
Spieleentwicklung ein interdisziplinäres Feld ist, das aus mehreren
verschiedenen Fachgebieten besteht. “Es werden die Bereiche
Programmierung, Grafik/Visual Art, Game Design,
Projektmanagement/Producing und Qualitätssicherung unterschieden, die den
Jobanwärtern jeweils unterschiedliche Fähigkeiten und Kenntnisse
abverlangen”, erklärt Chiu.

Um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass Spieleentwicklung eine spannende
junge Branche mit vielen beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten ist und es
auch bereits Ausbildungen in diesen Richtungen gibt, ist vor kurzem die
gamejobs.at-Initiative gestartet. Auf der
dazugehörigen Homepage präsentieren sich die wichtigsten Vertreter zum
Thema “Jobs & Ausbildung” der österreichischen Games-Branche. Dort finden
interessierte Jugendliche hilfreiche Informationen über das aktuelle
Arbeitsumfeld, Zukunftsaussichten und Möglichkeiten zur entsprechenden
Ausbildung sowie konkrete Jobofferten.

Quelle: pte

Alles zum 24. Spielefest von 28. bis 30. November 2008


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