Spanien: Auto mit Sprengstoff entdeckt

In Nordspanien ist einem Medienberichten zufolge ein Auto mit 70 Kilogramm Sprengstoff und Zünder entdeckt worden. Terroristen ließen den Wagen nach Auffliegen eines anderen Lagers zurück.

Beamte der baskischen Regionalpolizei (Ertzaintza) hätten den Wagen in der Nähe des Ortes Durango (Provinz Vizcaya) aufgespürt, berichtete die Tageszeitung „El Pais“ (Internetausgabe). Beim Sprengstoff handle es sich um Ammonal (Mischung von Aluminium und Ammoniumnitrat), das oft von der baskischen Untergrundorganisation ETA verwendet wurde.

Die Polizei vermute einen Zusammenhang mit dem Sprengstoffversteck der ETA, das am 23. Dezember entdeckt worden war. Damals wurden 50 Kilogramm Sprengstoff und Zünder in dem baskischen Ort Amorebieta gefunden. Nach Angaben der baskischen Nachrichtenagentur Vasco Press hätten die Terroristen das nun gefundene Auto bereits nach dem Auffliegen des Verstecks in Amorebieta zurückgelassen.

Am vergangenen Samstag war bei einem der ETA zugeschriebenen Anschlag am Madrider Flughafen mindestens ein Mensch getötet worden. Es handelte sich um den ersten tödlichen Anschlag der für die Unabhängigkeit des Baskenlandes kämpfenden Terrororganisation seit dem Jahr 2003. Im März hatte die ETA einen dauerhaften Waffenstillstand verkündet, Ende Juni hätten Friedensverhandlungen mit der spanischen Regierung beginnen sollen.

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