“Spacelab” hilft Jugendlichen, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen

Das "Spacelab" wird vom WAFF und vom AMS finanziert.
Das "Spacelab" wird vom WAFF und vom AMS finanziert. - © APA/Herbert Neubauer
Die Einrichtung in Wien bietet den 5.000 Jugendlichen, die in der Bundeshauptstadt weder in einer Ausbildung noch beim AMS gemeldet sind, sich beruflich zu orientieren.

In Wien gibt es derzeit rund 5.000 Jugendliche, die weder in einer Ausbildung noch beim AMS gemeldet sind. Darunter gibt es viele, die keine Perspektive haben, wohin sie sich beruflich eigentlich entwickeln wollen. Hier knüpft die Einrichtung “Spacelab” an. Am Dienstag statteten Bürgermeister Michael Häupl und seine Vize Renate Brauner (beide SPÖ) der Dependance am Sachsenplatz einen Besuch ab.

Ziel von “Spacelab” ist es, Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren, die sich schwer tun, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, soweit zu rüsten, dass sie in eine Lehrausbildung einsteigen oder eine Beschäftigung aufnehmen. “Je schwächer die Ausbildung ist, umso größere Probleme habt ihr am Arbeitsmarkt”, sagte der Bürgermeister seinen jungen Zuhörern. Daher mahnte er sie: “Man ist für sein eigenes Leben auch verantwortlich. Den Ausbildungsweg zu gehen, durchzudruckn, wenn es einmal schwierig ist, ist von einer ganz entscheidenden Bedeutung.”

Wie das “Spacelab” arbeitet

Die Einrichtung “Spacelab” umfasst sogenannte Produktionsschulen an vier Standorten. Das Angebot setzt auf Aktivierung und Zukunftsplanung. Dabei entwickeln Coaches mit Jugendlichen umsetzbare berufliche Perspektiven. In Form von Tagestrainings oder in Werkstätten können Arbeitserfahrungen gesammelt sowie Stärken und Schwächen abgewogen werden. Die Palette reicht dabei von der Herstellung von Gebrauchsgegenständen über das Anlegen und Pflegen von Beeten bis hin zu technischen Reparaturen oder der Gestaltung von Radiosendungen.

Im Vorjahr haben rund 900 junge Menschen die “Spacelab”-Angebote genutzt, heuer sollen es sogar 1.000 werden. Finanziert wird das Projekt vom WAFF (Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds) und vom AMS mit rund 3,5 Mio. Euro pro Jahr.

(APA, Red.)

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