Sonnenschutzmittel im Test: Erstmals Lob vom Konsumentenschutz

Gar nicht schlecht schnitten Sonnencremes heuer ab.
Gar nicht schlecht schnitten Sonnencremes heuer ab. - © dpa
Seit Jahren untersucht – und kritisiert – der Verein für Konsumenteninformation (VKI) die Qualität von Sonnenschutzmitteln, heuer gibt es erstmalig großes Lob: “Niemals zuvor konnten wir ein Produkt mit der Gesamtnote sehr gut bewerten. In diesem Test schafften es gleich fünf Präparate.

Was den UVA- und UVB-Schutz angeht, schnitten sogar 14 Mittel mit der Bestnote ab.”

Geprüft wurden mit der deutschen Stiftung Warentest 14 Erzeugnisse mit Lichtschutzfaktor 20 sowie ein Präparat mit Lichtschutzfaktor 15, also Produkte für eher sonnenunempfindliche Menschen, vom Spray über Gel und Milch bis zur Lotion. Dass es nicht für alle zu einer sehr guten Gesamtnote reichte, lag an mangelhafter Feuchtigkeitsversorgung der Haut, unpraktischer Verpackung oder nicht einwandfreien Werbeaussagen, wird in der Juli-Ausgabe des Magazins “Konsument” erläutert.

Die Sieger im Sonnencreme-Test

Die zwei Sieger sind beim Diskonter Lidl (Cien Sun) sowie bei Spar (Sun Kiss) erhältlich. “Diese Mittel schafften nicht nur Höchstnoten was den Lichtschutzfaktor angeht, sondern auch noch bei der Feuchtigkeitsanreicherung der Haut”, urteilten die Konsumentenschützer.

Perfekter Lichtschutz und Hautpflege in einem seien auch die beiden Nivea-Produkte (Schutz & Pflege Sonnenmilch sowie Protect & Refresh, Erfrischendes Sonnenspray), die SonnenschutzMilch von Garnier Ambre Solaire und der dm/Sundance Sonnenspray. Eine insgesamt sehr gute Gesamtnote erhielt weiters ein Präparat von Penny (today sun Sonnenmilch).

Weniger gut abgeschnitten:

Schlechter als gut schnitten zwei Produkte ab: das Sun Sport Dry Touch Gel von Lancaster (“durchschnittlich”), weil es nicht genug Feuchtigkeit spende, und das Sonnen-Fluid der als Naturkosmetik positionierten Marke Annemarie Börlind. “Dieses Präparat hält den angegebenen UVB-Lichtschutzfaktor nicht ein”, kritisierten die Konsumentenschützer und vergaben “nicht zufriedenstellend”.

Kein einziges Mittel war verdorben, keines enthielt Mineralölbestandteile. Nanoteilchen finden sich in den Produkten von Lidl (Cien Sun), Spar (Sun Kiss), Penny (today sun) und Garnier. Der Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission geht davon aus, dass bei gesunder Haut keine Gefahr besteht. “Für verletzte Haut fehlen jedoch gesicherte Nachweise. Deshalb ist es ratsam, diese Produkte zum Beispiel nicht auf Schürfwunden anzuwenden”, raten die Tester.

(APA)

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