Somalia: Kämpfe in der Hauptstadt

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Somalia: Kämpfe in der Hauptstadt
Bei Kämpfen in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Freitag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Zwei der Opfer waren unbeteiligte Passanten.

Die Kämpfe vor der Residenz des Präsidenten brachen nach Augenzeugenberichten aus, als der von Äthiopien unterstützte Übergangs-Präsident Yusuf mehrere Warlords zu Gesprächen empfangen hatte.

Nach der äthiopischen Militärintervention in Somalia dringen die USA jetzt auf die rasche Entsendung einer afrikanischen Friedenstruppe in das ostafrikanische Land, um ein Machtvakuum zu verhindern. EU-Entwicklungshilfekommissar Michel hat die Luftangriffe der USA und Äthiopiens in Somalia als Bedrohung für die Chancen auf einen Frieden verurteilt.

Nach US-Medienberichten wurde bei den US-Luftangriffen in Südsomalia keiner der gesuchten führenden Al-Kaida-Terroristen getötet. Nach Informationen der Hilfsorganisation Oxfam wurden versehentlich Nomadengruppen mit ihren Viehherden getroffen, die nachts große Feuer entzündet hätten, um Mücken zu vertreiben. Außerdem seien Wasservorräte vernichtet worden.

Washington hat den Milizen der so genannten Islamischen Gerichtshöfe vorgeworfen, Terroristen der Al-Kaida Unterschlupf gewährt zu haben. Nach dem Einmarsch der äthiopischen Armee hatten die Kämpfer der islamischen Milizen Mogadischu nach sechsmonatiger Herrschaft Ende Dezember kampflos aufgegeben und sich in das südliche Grenzgebiet zu Kenia zurückgezogen. Am vergangenen Wochenende war es in der Hauptstadt zu antiäthiopischen Demonstrationen gekommen.

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