So multikulti ist die FPÖ

So multikulti ist die FPÖ
© Gebrüder Moped
Gastbeitrag der Gebrüder Moped: Der FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl wünscht sich in der ORF-Sendung “Im Zentrum”, dass man seine Partei künftig nicht mehr mit Begriffen wie “Nazi” und derlei in Verbindung bringt. Recht hat er.

Man darf zwar seinen liebsten Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer ungestraft einen “Nazi” nennen, aber man muss es ja schließlich nicht. Wer spricht denn schon auch gerne über einen Wahlverlierer, der sich medial gerade noch über die chronische Nichteinsicht eines Wahlergebnisses über Wasser hält?

Die bunte Welt der Freiheitlichen

Denn das Spektrum der umstrittenen Partei ist wahrlich wesentlich breiter aufgestellt, als es die immer wieder gleichen Stimmen der Vernaderung vermuten. Denn dort, wo die Freiheitlichen bereits Regierungsverantwortung übernommen haben, da wird tatsächlich angepackt. Da werden endlich auch jene Sorgen des kleinen Mannes ernst genommen, von denen der selbst ernsthaft noch gar keine Ahnung hatte. Rettung der Badehose, Rettung der Bundeshymne und natürlich Rettung der Schulpause.

Blaue Bahnhofsklatscher

Und genau hier zeigt sich, wie weit entfernt von jeglichem völkischen Gedankengut die FPÖ ihr politisches Aufgabengebiet sieht. In einem neuen Anlauf kämpfen die Blauen in Oberösterreich (gemeinsam mit der ÖVP) für die Verpflichtung, in den Pausen am Schulhof nur noch in einer Fremdsprache zu kommunizieren: Deutsch. So eine weltoffene Zwangs-Mehrsprachisierung als Zukunftschance für die Mühlviertler Kids erfreut natürlich das Herz des sozialromantischen Willkommensklatschers.

Schluss mit Heimatwahn

Hier endet freilich das Attribut “Heimatpartei” der Freiheitlichen. Vielmehr beweist die FPÖ in ihrem Vorstoß ihre gerne übersehene Wertschätzung für fremde Kulturen. Nein, man möchte eben nicht, dass sich der sprachliche Horizont der Schülerinnen und Schüler auf die Muttersprache ihres Hoamatlandes reduziert. Und gut, wenn die FPÖ Fremdsprachenkompetenz gesetzlich verpflichtend vorschreiben will. Da können wir im rotgrünen Wien nur neidisch ins schwarzblaue Oberösterreich blicken. Multikulti at its best!

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