28. Juni 2012 07:30; Akt.: 28.06.2012 07:30

So lässt sich’s arbeiten!

Chaos im eigenen Reich – beherrschen oder kapitulieren. Chaos im eigenen Reich – beherrschen oder kapitulieren. - © Bild: Squid! / flickr
Experten gehen davon aus, dass Burnout um 50 Prozent verringert werden kann, wenn Menschen ihren Büroarbeitsplatz „stressfrei“ gestalten.

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Büroarbeitsplätze sind heute vor allem Kommunikationsplätze. Sie müssen sich vielfältigen Situationen anpassen können. Sie müssen sich für hochkonzentriertes Arbeiten ebenso eignen wie für kleinere Besprechungen. Eines ist aber klar – nur wer sich an seinem Arbeitsplatz wohl fühlt, kann auch Spitzenleistungen erbringen. Angst und Stress sind nämlich die Energieräuber und Leistungskiller Nr. 1.

Wo und wie soll ich sitzen?

Viele Besucher von Restaurants oder Patienten im Wartezimmer ziehen es vor in den Ecken zu sitzen. Das verleiht Sicherheit, verschafft Überblick und vermeidet das Gefühl auf dem Präsentierteller zu sein. Kaum jemand arbeitet gerne mit dem Rücken zur Tür. Schließlich will man sehen, wer den Raum betritt. Wenn es also geht, positionieren Sie Ihren Schreibtisch mit Blick zur Tür.

Beim Schreibtisch und Bürostuhl selbst sind ein paar Grundregeln zu beachten. Bei der richtigen Sitzhaltung ist zu beachten, dass Ober- und Unterschenkel sowie Ober- und Unterarme im rechten Winkel zueinander stehen müssen. Das entlastet die Gelenke. Tastatur und Maus sollten sich in einer Ebene mit Ellenbogen und Handflächen befinden.

Achten Sie auf einen höhenverstellbaren Stuhl mit einer flexiblen Lehne, die sich den Bewegungen des Nutzers anpasst. Am besten sind mitschwingende, anatomisch geformte Lehnen. Eine Sitztiefenfederung ist kein absolutes Muss, sorgt aber für Entlastung, da sie harte Stöße auf die Wirbelsäule abfedert. Die Oberschenkel sollten durch das Sitzpolster entlastet werden – das heißt die Sitztiefe sollte Ihrer Größe angepasst sein. Bei modernen Stühlen lässt sich die Sitzfläche auch verschieben. Achten Sie auf ausreichend Abstand: Der Abstand zum Bildschirm soll mindestens 50 Zentimeter, bei größeren Monitoren bis zu 80 Zentimeter betragen.

Die Lösung aller Nackenschmerzen

Immer häufiger kommen Notebooks anstelle von Standgeräten zum Einsatz. Das ist zwar praktisch birgt aber ein großes Problem für den Nutzer. Die Tragbaren haben kleinere Displays, Tastatur und Bildschirm sind fest miteinander verbunden und die Maus ist im Gerät integriert. Das muss nach einem langen Arbeitstag unvermeidbar zu Nackenschmerzen führen. Die Lösung ist denkbar einfach: Beim stationären Einsatz externe Tastatur, externe Maus und falls möglich auch einen externen Monitor anschließen.

Es werde Licht

Achten Sie auch auf ausreichende Beleuchtung. Licht ist wichtig für unser Wohlbefinden. Je mehr Licht, desto leistungsfähiger sind wir. In Studien wurde nachgewiesen, wie Licht wirkt. Tageslichtlampen werden z. B. gegen Depressionen, gegen Jetlag und auch gegen Müdigkeit und Antriebslosigkeit eingesetzt. „Sorgen Sie für ausreichend Tageslicht. Bei der Wahl der nächsten eigenen Bleibe oder des Büros ist es daher wichtig, sich auch speziell die natürlich gegebenen Lichtverhältnisse anzusehen. Das heißt: Wie viele Fenster gibt es in den Räumlichkeiten und in welche Richtung sind diese ausgerichtet? Aber auch die Frage, ob denn überhaupt genügend Licht in die Wohnung kommt und die Sonnenstrahlen nicht eventuell vom gegenüberliegenden Haus abgehalten werden, ist zu klären“, weiß Claudie Pichler von BAR Bürosuche. Um Blendungen und Reflexionen zu vermeiden, die das Auge belasten und zu Ermüdung führen können, sollte der Monitor parallel zum Fenster stehen. Zu helles Licht kann mittels Jalousien gedämpft werden.

Sein Chaos beherrschen

Nicht immer leicht, aber dennoch wichtig: Halten Sie Ordnung auf Ihrem Schreibtisch. Auch wenn Einstein einst sagte „Ordnung braucht nur der Dumme, das Genie beherrscht das Chaos“ – sorgen Sie für genug Ablageflächen. Je weniger Dinge herumliegen desto weniger Zeit vergeuden Sie beim Suchen. Zudem hat man am Abend bei einem aufgeräumten Schreibtisch das Gefühl, an diesem Tag mehr geschafft zu haben. Für die dennoch hartnäckigen Chaoten unter Ihnen, halten sie ihr Chaos zumindest im Zaum und überschaubar, sich selbst und dem Kollegen zu Liebe.

Frischer Wind im Office

Auch wenn Sie keinen grünen Daumen haben, ein paar Pflanzen machen – ebenso wie ein paar Bilder oder Kunstwerke an den Wänden – den Arbeitsplatz gleich einmal ein bisschen freundlicher. Pflanzen steigern nachgewiesener Weise – nicht nur am Arbeitsplatz – das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Sie sorgen für eine bessere Luftqualität und ein angenehmeres Raumklima (Temperatur, Luftfeuchtigkeit) und haben zudem auch eine positive Wirkung auf die Raumakustik. Bei entsprechender Größe dienen sie auch als optische Trennung der einzelnen Arbeitsplätze und als Sichtschutz. Als optimale Büropflanzen kommen jene in Frage, die leicht zu pflegen sind, wie zum Beispiel die Monstera.

Wer also ein paar Tipps bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes beachtet, kann einen deutlichen positiven Einfluss vermerken. Eine Umgestaltung macht sich daher nicht nur optisch bemerkbar sondern kann das eigene Wohlbefinden steigern. In solch einer Atmosphäre wird das Arbeiten doch glatt zum Vergnügen.



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